Volleyball
Von Wiesbadenaktuell
Am Samstag steht das letzte Zwischenrundenspiel für den VC Wiesbaden an. Bei den Ladies in Black Aachen soll die Tabellenführung zurückgeholt werden. USC Münster siegte am Freitagabend bei den Roten Raben Vilsbiburg.
15.03.2024 22:01
In der 1. Volleyball Bundesliga Frauen wird am letzten Zwischenrundenspieltag in den Gruppen A und B so richtig die Post abgehen. Eine Reihe Clubs wird durch Sieg und Niederlage die Paarungen für die anstehenden Playoffs noch beeinflussen.
VC Wiesbaden muss Sieg holen für Tabellenführung
Der USC Münster hatte am Freitagabend gegen die Roten Raben Vilsbiburg 3:1 gewonnen und zog in der Tabelle am VC Wiesbaden vorbei. Münster hat 19 Punkte. Der VCW (18 Punkte) würde mit einem Sieg bei den Ladies in Black Aachen, Samstag, 18:00 Uhr, die Tabellenführung zurückerobern.
„Wir möchten in unserer Gruppe, die ohne Frage nicht leicht zu bespielen war und ist, unbedingt am Ende die Nase vorn haben. Dafür geben wir alles“, sagt VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting.
Playoffs starten am 23. März
Der Playoff-Plan sieht vor, dass der Erste der Gruppe B gegen den Dritten der Gruppe A antritt (Modus Best of 3). Um diesen Platz kämpfen der Dresdner SC (11) und Verfolger SC Potsdam (8) im direkten Duell. Fest steht derzeit schon: Der VCW wird am Samstag, 23. März, zuerst auswärts antreten. Im Heimspiel am Mittwoch, 27. März, 19:30 Uhr in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit kann dann schon die Entscheidung in Sachen Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft fallen.
Stuttgart hat spielfrei – Schwerin kann noch vorbeiziehen
A-Gruppenspitzenreiter Allianz MTV Stuttgart (17 Zähler) schaut am Wochenende tatenlos zu, weil der Club mit den vier hier zu absolvierenden Spielen bereits durch ist. Holt der punktgleiche Zweite SSC Palmberg Schwerin am Samstag bei Suhl Lotto Thüringen mindestens einen Zähler, hätte man den frischgebackenen DVV-Pokalsieger aus Schwaben überholt und würde als Erster in die Playoffs rauschen. Gegner ist dann Vilsbiburg.
Aachen gewinnt Hinspiel im Tiebreak
Die Ladies in Black sind mit 5 Punkten in Gruppe B aus dem Rennen um die Playoffs raus, haben sich aber mit zwei Siegen teuer verkauft. Nicht vergessen ist der 3:2-Sieg am 17. Februar in Wiesbaden, als die Truppe von Cheftrainerin Mareike Hindriksen nach 0:2-Rückstand die Partie noch drehte. Auch die mehrfache Führung im Tiebreak konnten die von Christian Sossenheimer, Tigin Yaglioglu und Daniel Ramirez betreuten Hausherrinnen damals nicht nutzen.
Wiesbadens 2. Diagonale Celine Jebens verdiente sich in diesem Match die silberne MVP-Medaille. Außenangreiferin Jaidyn Blanchfield (USA) steuerte 19 Zähler bei, ebenso viele wie Aachens französische Diagonale Lara Davidovic (Gold), die erst im zweiten Satz auf den Platz kam.
Aachen verpasst Playoffs
Aachen wird sich am Samstag mit voller Kraft vom Heimpublikum verabschieden wollen. Die Mannschaft dürfte zur Motivation nochmal auf das vorerst letzte Spiel in Münster schauen, als man bei der 1:3 Niederlage eine durchaus starke kämpferische Leitung bot. Die belgische Außenangreiferin Celine van Gestel war mit 15 Punkten Beste ihres Teams und wurde mit Silber geehrt. Mittelblockerin Wibke Silge wies mit 62% einen beachtlichen Performance-Wert auf.
Frank: Werden noch mal alles raushauen
„Wir werden nochmal alles raushauen, bevor wir in die Playoffs gehen. Alle sind fit. Die Mannschaft hat fleißig trainiert, Fokus lag natürlich auf Bällen, die wir kontrollieren können. Aachen hat nichts mehr zu verlieren, beide Teams erwartet darum auch eine ganz besondere Atmosphäre. Wir haben dort in der vergangenen Saison ein sehr emotionales Abschlussspiel bestritten, als wir durch unseren 3:1-Sieg zugleich den Start für den CEV Volleyball Challenge Cup 2023/2024 klarmachen konnten. Das Spiel ist unvergessen. Wir freuen uns nun auf die Neuauflage an der Neuköllner Straße“, sagt Benedikt Frank (Headcoach).
„Die Begegnung in Aachen wird super wichtig. Egal wie Münster gegen Vilsbiburg agiert: Der Druck ist da. Wir wollen uns nicht von der emotionalen Spielweise der Ladies beeinflussen lassen und uns Mut und Selbstbewusstsein für die Playoffs erspielen. Dabei gilt es, über alle Sätze hinweg fokussiert zu bleiben und sich auf die eigenen Taktiken zu konzentrieren“, so Celine Jebens (2. Diagonale).
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Foto: Detlef Gottwald


