Durch einen Stromausfall in Wiesbaden war das Bundeskriminalamt (BKA) stundenlang beeinträchtigt, da auch die Notstromversorgung ausgefallen war. Rund 100.000 Menschen waren betroffen, als am Montag gegen 3 Uhr morgens der Strom ausfiel. Bei den ersten Haushalten wurde die Versorgung nach einer halben Stunde wiederhergestellt, bei anderen erst um 5 Uhr. Beim BKA fielen am Montag zeitversetzt zwei Rechenzentren aus, was zu erheblichen Konsequenzen führte. Daraufhin waren wichtige Polizei-Systeme wie die zentrale Polizei-Datenbank Inpol und das Schengen-Informationssystem (SIS) zeitweise nicht nutzbar. Selbst die Ermittlungen im Bereich Kinderpornografie waren beeinträchtigt, da eine technische Schnittstelle ausgefallen war.
Das BKA plant, die Probleme mit der Notstromversorgung sorgfältig zu untersuchen, um mögliche Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. Der Energieversorger ESWE konnte die Ursache des Stromausfalls auf einen Kurzschluss in einem Kabel unter einer viel befahrenen Straße in der Innenstadt zurückführen. Neben Wiesbaden waren auch mehrere Stadtteile im Rheingau von dem Stromausfall betroffen, wodurch etwa 2.000 Haushalte ohne Strom waren.
Insgesamt führte der Stromausfall zu erheblichen Problemen beim Bundeskriminalamt, da wichtige Systeme zeitweise nicht nutzbar waren. Dies beeinträchtigte unter anderem die Ermittlungen im Bereich Kinderpornografie, da Verdachtsfälle nur eingeschränkt bearbeitet werden konnten. Die Behörde plant, die Schwachstellen im System zu beseitigen und den Betrieb wieder normal aufzunehmen.


