Rückschlagspiele wie Volleyball zeichnen sich dadurch aus, dass eine Partie erst entschieden ist, wenn der letzte Punkt gespielt, der Matchball verwandelt wurde. Im Halbfinale des Challenge-Cups zwischen dem VC Wiesbaden (VCW) und Igor Gorgonzola Novara stand schon fest, wer ins Finale einziehen wird, als das Match noch lange nicht beendet war. Die Gäste aus Piemont führten nach einem Sieg im Hinspiel und einem weiteren Satzgewinn 2:1 und waren in der Addition beider Spiele nicht mehr einzuholen.
Um die Spielerinnen für kommende Aufgaben zu schonen, wechselte Wiesbadens Ko-Trainer im vierten Satz alle Stammspielerinnen aus. Das B-Team des VCW konnte zunächst gut mithalten, wurde jedoch letztendlich von Novara besiegt. Mit diesem Ergebnis endete die Europapokal-Kampagne für den VCW mit Rang drei. Nachdem keine Bronzemedaille vergeben wurde, verteilte der VCW-Geschäftsführer Rosen und Prosecco an die Spielerinnen.
Die Spielerinnen des VC Wiesbaden zogen insgesamt ein positives Fazit ihrer Europareise, obwohl sie im Challenge Cup nicht ins Finale einzogen. Durch die Strapazen des Europapokals kam es zu einem Leistungsabfall in der Bundesliga, was zu einer verpassten Chance auf einen besseren Tabellenplatz führte. Der VCW muss nun gegen Teams aus der unteren Hälfte der Tabelle antreten, um sich für die Play-offs zu qualifizieren. Das nächste Spiel gegen den USC Münster steht bevor.

