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Paul Fernie – der einzige englische Sportdirektor, der in Deutschland arbeitet

Paul Fernie – der einzige englische Sportdirektor, der in Deutschland arbeitet

Das Trainingsgelände des SV Wehen Wiesbaden, das sich in ihrem alten Stadion befindet, liegt auf einem Hügel 25 Minuten außerhalb der deutschen Stadt. Dort stehen zwei Kunstrasenplätze, davon einer mit Gras, und ein Hauptgebäude im Bau, das nur über kurvenreiche Straßen erreichbar ist, die eher abgenutzt als benutzt aussehen. An dieser abgelegenen Stelle, etwas westlich von Frankfurt, arbeitet der einzige englische Sportdirektor im deutschen Fußball. Paul Fernie, 34, begann seine Karriere als Jugendtrainer in den USA, bevor er Positionen beim englischen Fußballverband und Leeds United übernahm. In der Saison 2016 wurde Fernie Chef-Scout bei Wehen Wiesbaden, nachdem er zuvor bei Blackburn Rovers und New York Red Bulls in der MLS tätig war.

Fernie half Wiesbaden, in der Saison 2018/19 durch die Playoffs nach einem dritten Platz aufzusteigen. Im Dezember wurde er zum Chefscout bei New York Red Bulls in der MLS ernannt, bevor er im letzten Juli zu Wiesbaden zurückkehrte. Er steht hoch im Kurs beim Verein, der nun wieder in der dritten Liga spielt. Der Trainer Markus Kauczinski gibt an, dass ein Grund für seinen Jobwechsel der Engländer war, aufgrund seiner Professionalität, seines Netzwerks, seiner Ideen und seiner Offenheit. Fernie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Spieler wie Daniel-Kofi Kyereh von St. Pauli nach Wiesbaden gewechselt sind, und glaubt, dass solche Erfolge den Verein für potenzielle Neuzugänge attraktiver machen.

Fernie ist sich bewusst, wie wichtig die Kommunikation mit den Spielern ist, insbesondere wenn es darum geht, ihnen in einer Fremdsprache zu erklären, dass sie keine Zukunft mehr im Verein haben. Er investiert viel Zeit in die Entwicklung der Spieler und legt Wert darauf, sie als Menschen zu verstehen. Fernie ist bereits bei seinem siebten Verein seit seinem Abschluss an der Universität Hull im Jahr 2009 tätig und arbeitet hart daran, sich selbst zu trainieren, um mehr im Moment zu sein und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Obwohl er glaubt, dass es schwierig ist, in der Fußballbranche ein echtes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leben zu finden, ist er der Meinung, dass es Möglichkeiten gibt, dies besser zu managen.

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