Der Alkoholkonsum weltweit ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leicht rückläufig, jedoch noch immer zu hoch. Trotz eines leichten Rückgangs zwischen 2010 und 2019 von 5,7 Litern reinem Alkohol pro Kopf auf 5,5 Liter, ist die WHO der Ansicht, dass die Länder mehr tun müssen, um den Alkoholkonsum zu reduzieren. Deutschland gehört laut WHO-Statistiken zu den Ländern mit einem besonders hohen Alkoholkonsum, da im Jahr 2019 jeder über 15 Jahren im Schnitt 12,2 Liter Reinalkohol trank.
Eine Studie zu Trinkgewohnheiten in Europa zeigt, dass der Umgang mit Alkohol tief in den Kulturen verwurzelt ist und sich je nach Region unterscheidet. In osteuropäischen Ländern werden besonders häufig Spirituosen konsumiert, während süd- und westeuropäische Länder mehr von Weinkonsum geprägt sind. Deutschland wird durch einen hohen Bierkonsum definiert, während der Konsum von Spirituosen vergleichsweise niedrig ist. Trotz unterschiedlicher Konsummuster wurde die Gesamtmenge des konsumierten reinen Alkohols zwischen den Ländern nicht stark unterschieden.
Neben dem Alkoholkonsum ist auch der Missbrauch illegaler Drogen in Deutschland von Bedeutung. Die Zahl der Menschen, die aufgrund von Drogenmissbrauch stationär im Krankenhaus behandelt wurden, ist gesunken. Im Jahr 2022 wurden rund 17.200 Fälle verzeichnet, was einem Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zu 2016 entspricht. Die Statistik erfasst jedoch keine Krankenhausbehandlungen aufgrund von Cannabis-, Tabak- oder Alkoholkonsum. Der Internationale Tag gegen Drogenmissbrauch und illegalen Drogenhandel bietet Anlass, Maßnahmen zur Veränderung der erlernten Muster im Umgang mit Suchtmitteln zu diskutieren.


