In diesem Jahr fand das Wiesbadener Fest am Sonntag, den 14. Juli, auf einem großen, offenen Feld und in einem Garten statt, das von Karen Gharslyan, Vorsitzende der armenischen Gemeinschaftsorganisation Wiesbadens, dem Demokratischen Volks- und Kulturzentrum, veranstaltet wurde. Das DVK, gegründet 1976, ist eine soziale und kulturelle Organisation, die sich der Förderung des armenisch-deutschen Verständnisses und der Integration widmet, in einem Geist des Friedens, der Gleichheit und der Demokratie. Das Zentrum bietet am Samstag und Sonntag Schulunterricht an, einschließlich armenischer Sprachkurse für Kinder, sowie kulturelle Aktivitäten wie Theater, Chormusik, Volkstanz und Sport, mit Unterstützung des Diaspora-Büros in Jerewan, freiwillig und kostenlos.
Eine Woche zuvor hatte das DVK an dem 47. jährlichen interkulturellen Fest der Stadt teilgenommen, mit einem prominenten Stand im zentralen Schlosspark. Das Fest, das die kulturelle Vielfalt feiert und den Dialog fördert, wird vom Amt für Einwanderung und Integration gesponsert. Mitglieder zahlreicher ethnischer Gemeinschaften aus Europa, Osten und Westen, sowie aus Amerika, Afrika und Asien, kamen mit ihren traditionellen Handwerkskünsten und ihrer Küche. An der armenischen Bude bildeten sich lange Schlangen, da hier Schaschlik vom Grill angeboten wurde.
Ungefähr fünfzig Menschen versammelten sich in dem sonnigen Garten, Familien mit Kindern jeden Alters. Nach kurzen Begrüßungsworten von Gharslyan wurde die armenische Flagge an einem improvisierten Mast gehisst, und die Menge sang die Nationalhymne. Die meisten Erwachsenen hatten Eimer dabei, die sie mit Wasser aus riesigen Fässern auf dem Gelände füllten. Die Kinder hatten ihre Wasserpistolen mitgebracht, die sie zum Jubel aller abschossen. Einige Erwachsene hatten größere Wasserwaffen, und der Spaß begann. Scharfschützen bedienten ihre Pistolen, andere entleerten ihre Eimer, luden dann nach, bis alle durchnässt und glücklich waren.
Die erfahrenen Feiernden hatten einen frischen Satz Kleidung mitgebracht, und als die Wasserbehälter leer waren, ließ der Tumult nach und die Gesellschaft versammelte sich bald in trockener Kleidung, bereit für die nächste Phase.
Schaschlik, gegrilltes Gemüse, Salate und frisch gebackenes Lavash waren reichlich vorhanden, alles von den Frauen der Gemeinschaft zubereitet, die auch Baklava und andere typische armenische Gebäckstücke gebacken hatten.
Wie bei den Vardavar-Feierlichkeiten üblich, gab es Musik und Tanz, Spiele für die Kinder und Geselligkeit für alle. Unter den Teilnehmern waren viele Familien, die ihre Heimat in der Ukraine verlassen hatten und in Deutschland Zuflucht gefunden hatten.
Kultur
Geist von Vardavar in Wiesbaden gefeiert
- by Wiesbaden Aktuella
- 18. Juli 2024
- 0 Comments
- 1 minute read
- 2210 Views
- 2 Jahren ago


