Die Eintracht marschiert durch die erste Pokalrunde, wichtig sind derzeit aber ganz andere Themen. Zu- und Abgänge zum Beispiel. Oder aber die Causa Can Uzun, zu der sich Trainer Adi Hütter erneut klar äußert.
Eintracht-Dreifachtorschütze Can Uzun.
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Eintracht-Kapitän Robin Koch
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In der zweiten Hälfte steuerten die Frankfurter Fußballer doch tatsächlich lange auf eine Nullnummer zu. Eine Nullnummer gegen völlig ausgelaugte Amateurkicker aus der fünften Liga. Und Eintracht-Trainer Adi Hütter konnte das zehn Minuten vor dem Abpfiff und einem weiteren Treffer von Fares Chaibi nicht mehr so ganz verstehen.
Klar, solch ein Dauerknipserei wie im ersten Durchgang, der in einem historischen Pausenstand geendet war, hatte er von seinen Spielern nicht mehr erwartet, so wenig Torhunger wie in den zweiten 45 Minuten allerdings auch nicht. Also schrie Hütter aufs Feld, um doch bald kopfschüttelnd abzudrehen und seinen Ärger noch einmal den Assistenztrainern vorzukauen.
Und dennoch: Für einen Vereinsrekord im DFB-Pokal reichte das 11:0 gegen den SC St. Tönis allemal, hatten die Hessen im ersten Abschnitt doch ihre bemitleidenswerten Gegner überrollt. Entsprechend zeigte sich auch Hütter sehr zufrieden mit seinem Pflichtspiel-Comeback als Eintracht-Trainer: „Es waren tolle Tore dabei, der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Wir haben sehr seriös gespielt.“ In wenigen Sätzen alles gesagt.
Fokus liegt schon auf Union Berlin
Denn auch nur ein Fitzelchen an weiteren sportlichen Erkenntnissen für den nahenden Bundesliga-Start vom Auftritt in Krefeld abzuleiten, verbietet sich im Grunde. Was auch die Protagonisten so sahen. „Wir wissen, dass das mit der Bundesliga nichts zu tun hat“, sagte Mario Götze, während sein Kollege Ansgar Knauff erklärte: „Was zählt, ist nächste Woche in Berlin. Bei Union ist es immer unangenehm zu spielen.“
Bis dahin steht dem hessischen Bundesligisten noch einiges an Arbeit bevor. Auf dem Trainingsplatz, logisch. Vor allem aber im Vorstandsbüro. So wird Markus Krösche in den kommenden Tagen noch stärker in den Fokus rücken als ohnehin. Der Sportchef, der am Freitagabend nicht zu den Medien sprach, muss Trainer Hütter bis spätestens Anfang September, besser bis zum Ligastart, eine Mannschaft hinstellen, die nicht mehr derart viele Schwachstellen offenbart wie jetzt. „Ich bin mit dem Kader zufrieden, aber wir halten unsere Augen offen“, blieb Coach Hütter im Vagen.

Eintracht-Trainer Adi Hütter.
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Atubolu und Brassier im Fokus
Die Themenfelder sind bekannt. In Kurzfassung: Zum einen müssen weitere Spieler verkauft, zum anderen noch drei, vier, vielleicht fünf Neuzugänge verpflichtet werden. Im Tor deutet dabei vieles auf Noah Atubolu hin, wenngleich weiterhin die Finanzierung des Noch-Freiburgers die große Hürde darstellt.
Hütter vermied auch in Krefeld – wenig überraschend – ein Bekenntnis zu Keeper Kaua Santos. Der Trainer möchte schlicht eine andere Nummer eins in seinem Team wissen. Für die Innenverteidigung ist nach hr-sport-Infos der zuletzt bereits medial gehandelte Franzose Lilian Brassier von Stade Rennes tatsächlich ein ernsthafter Kandidat. Ansonsten sind viele Spekulationen rund um die Eintracht zurzeit kaum belastbar.
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Hütter will Uzun noch besser machen
Deutlich konkreter ist da schon das, was Hütter über Can Uzun sagte. Nämlich: „Ich gehe davon aus, dass er bleibt.“ Er, der Coach, habe nichts anderes gehört und wolle sich ohnehin nicht an Spekulationen beteiligen. „Ich möchte den Jungen noch besser machen. Er ist noch kein fertiger Spieler.“ Entsprechend würde eine weitere Zusammenarbeit absolut Sinn ergeben, beschloss Hütter seine Ausführungen. Uzun soll Galatasaray Istanbul abgesagt haben.
Derweil hatte Hütter beim Pokalspiel auf Arthur Theate, Elye Wahi und Niels Nkounkou im Kader verzichtet. Stattdessen saßen mit Jeremiaha Maluze, Julian Etse und Malik Pimpong drei Nachwuchskräfte auf der Bank. Ein erneut mehr als klares Zeichen an die Verkaufskandidaten, sich doch nun endlich einem anderen Klub anzuschließen – bestenfalls gegen erkleckliche Ablösesummen. Man wird sehen. Die Wahrheit liegt bei Eintracht Frankfurt derzeit nicht nur auf dem Platz.
Sendung:
hessenschau.de, Pokal-Highlights: SC St. Tönis – Eintracht Frankfurt,
Quelle: hessenschau.de
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-wahrheit-liegt-zurzeit-nicht-auf-dem-platz—huetter-geht-von-uzun-verbleib-aus-v1,eintracht-nachdreher-pokal-100.html




