Externen Inhalt von YouTube (Video) anzeigen?
An dieser Stelle befindet sich ein von unserer Redaktion empfohlener Inhalt von YouTube (Video). Beim Laden des Inhalts werden Daten an den Anbieter und ggf. weitere Dritte übertragen. Nähere Informationen erhalten Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.
Ende des externen Inhalts
Nun ist also der Nächste weg, in diesem Fall Elye Wahi. Der französische Stürmer schließt sich dem französischen Erstligisten OGC Nizza für ein Jahr auf Leihbasis an und ist nach Junior Dina Embibe, Noel Futkeu, Michy Batshuayi und Ellyes Skhiri damit der fünfte Abgang von Eintracht Frankfurt im August. Eine ganze Menge, sagen die einen. Noch lange nicht genug, viele andere. Das Interessante daran: Beides stimmt.
Denn eine Woche vor Ende der sommerlichen Transferphase herrscht beim hessischen Fußball-Bundesligisten ein reges Treiben. Fast schon händeringend werden Abnehmer für weitere Profis wie Torwart Michael Zetterer, die Verteidiger Arthur Theate und Niels Nkounkou oder die Offensivspieler Fares Chaibi und Jean-Mattéo Bahoya gesucht, während im Gegenzug noch drei, vier Spieler verpflichtet werden sollen. Hochgerechnet müsste Sportvorstand Markus Krösche mittlerweile täglich mehr als einen Transfer tätigen, um den Optimalfall zu erreichen – eine schwierige Aufgabe, womöglich zu schwierig.
Innenverteidiger soll zeitnah da sein
Vieles deutet darauf hin, dass sich die Eintracht bis zum Abend des 1. September nicht mehr all ihre Wünsche erfüllen kann, dass der Klub also an einzelnen Stellen im Kader Abstriche wird machen müssen. An welchen, das ist seriös betrachtet kaum abschätzbar.
Als wahrscheinlich gilt, dass früh in dieser Woche ein Innenverteidiger zu den Frankfurtern stoßen wird. Lilian Brassier von Stade Rennes gilt als heißester Kandidat und auch als derzeitiger Wunschspieler. Der 26-Jährige bringt ein hohes Tempo mit, ist ein athletischer Typ, dazu ausgestattet mit einem starken linken Fuß. Mit dem Spieler sind sich die Frankfurter nach hr-sport-Infos einig, noch fehlt jedoch die Übereinkunft mit dem abgebenden Klub. Am vergangenen Wochenende stand Brassier jedenfalls nicht im Rennes-Kader für die Partie gegen Paris Saint-Germain. Als weitere Option wurde in niederländischen Medien nun der 23-jährige Youri Baas von Ajax Amsterdam ins Spiel gebracht.
Komplizierte Torwart-Thematik
Noch spannender, weil komplizierter, ist die Torhüter-Thematik. So befand sich der Frankfurter Ersatzmann Michael Zetterer am Wochenende zu Gesprächen in England, Leeds United hegt Interesse an einer Verpflichtung. Zuvor will der Premier-League-Klub jedoch seinen bisherigen zweiten Mann, Lucas Perri, abgeben. In trockenen Tüchern ist ein Zetterer-Abgang, mit dem bestenfalls die vor einem Jahr gezahlte Ablöse von fünf Millionen Euro mehr oder minder amortisiert werden kann, daher nicht. Zetterer schlug am Montag wieder in Frankfurt auf.
Die Hessen aber müssen ihrerseits dringend Platz schaffen unter der Latte, wollen bekanntlich unbedingt eine neue Nummer eins verpflichten. Noah Atubolu bleibt dafür eine Option, weiterhin ist die (zu) hohe Ablöse aber der Casus knacksus – könnte also knifflig werden, zumal die Zeit drängt und nicht für die Eintracht tickt. So sollte es Manager Krösche doch ein Anliegen sein, schon beim Bundesliga-Auftakt am Samstag gegen Union Berlin für Klarheit im Tor gesorgt zu haben.
Zu wenig Auswahl im Sturm
Insofern beschäftigt sich die Eintracht auch mit anderen Keepern, das ist verbrieft. Namen sind bisher in der Öffentlichkeit jedoch nicht bekannt. Mister X soll dem Vernehmen nach aber mittlerweile eine gute Option für die Hessen darstellen. Hintendran hängt zudem die Personalie Kaua Santos, der aus Frankfurter Sicht auch als Nummer zwei vorstellbar ist, aber eher nicht aus seiner eigenen. Wird die Eintracht am Ende also womöglich noch das komplette Torwartteam austauschen?
Weitere Qualitätsprobleme in der Außenverteidigung und im Angriff sind offensichtlich. Gerade ganz vorne sollte die Eintracht unbedingt handeln. Stand Montag, als Top-Torjäger Jonathan Burkardt kränklich im Training fehlte, müsste Trainer Adi Hütter mit dem Sturmduo Younes Ebnoutalib und Ansgar Knauff (oder Malik Pimpong) die Saison beginnen. Das ist weit weg von optimal. Hütter soll mit Blick auf den gesamten Kader alles andere als zufrieden sein, sich etwas deutlich anderes vorgestellt haben. Seit dem alarmierenden Test-Debakel gegen Brentford (0:7) kam noch kein Neuzugang.
Druck steigt von Tag zu Tag
Viele Personalfragen eint zurzeit eins: Die Eintracht hat die kürzeren Hebel als die Konkurrenz in der Hand. Was Manager Krösche in der Vergangenheit oft gut gelungen war, nämlich andere Klubs durch geschicktes Zocken in die schlechtere Verhandlungsposition zu bringen, ist diesmal genau andersherum. Ein Beispiel: Je mehr Tage verstreichen, desto weniger werden die Frankfurter mutmaßlich für einen Profi wie Theate erlösen können, hat der Verein ihm doch deutlich klargemacht, künftig nicht mit ihm zu planen.
Potenzielle Käuferklubs wissen um den Abgangsdruck und können damit in den Transfergesprächen pokern. Die Eintracht muss Kompromisse eingehen, zu denen sie vor einigen Wochen bei weitem noch nicht bereit gewesen wäre. Schon die Wechsel von Futkeu oder Wahi sind unter einem ähnlichen Muster nicht nach Wunsch der Eintracht abgelaufen. Das gute Geschäft haben da schon eher die aufnehmenden Klubs gemacht.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-sitzt-am-kuerzeren-transfer-hebel-v1,eintracht-kurzer-hebel-100.html





