Vor einem Jahr wechselt Clemens Riedel von Darmstadt nach Barcelona. Nun zeigt er gegen Real Madrid ein gutes Spiel – und erlebt einen sportlichen Traum.
Clemens Riedel nimmt es mit Weltstar Kylian Mbappé auf – und kommt zu spät.
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01:10 Min.||Bastian Gerling
Und dann blieb er tatsächlich hängen, kam nicht vorbei im Eins-gegen-Eins, dieser Dribbler von Weltklasse-Format. Vinicius Junior, versehen mit einem Marktwert von 140 Millionen Euro, bekam das symbolische Stoppschild vorgehalten – zumindest in dieser einen Situation. Sein Gegenspieler: ein 23-jähriger Hesse.
Seit einem knappen Jahr spielt Clemens Riedel, geboren in Wölfersheim (Wetterau), fußballerisch geformt bei Darmstadt 98, nun für den spanischen Erstligisten Espanyol Barcelona und erlebte am vergangenen Wochenende wohl den Höhepunkt seiner Karriere. Hatte der Innenverteidiger in der vergangenen Saison noch auf der Bank gesessen im Espanyol-Gastspiel bei Real Madrid, durfte er nun in der Startelf verteidigen gegen die Besten der Besten.
Gelbe Karte und eigene Torchance
Abwechselnd bekam er es mit Vinicius, mit Kylian Mbappé oder Jude Bellingham zu tun. Mit Letzterem tauschte er nach dem Abpfiff das Trikot. Und Riedel machte seine Sache prima. Klar, Espanyol verlor zwar durch ein Gegentor in letzter Minute. Riedel aber hatte zuvor bockstark abgeräumt und obendrein in der Schlussphase gar nicht mehr auf dem Feld gestanden. Nur einmal war ihm Mbappé entwischt, Riedel klammerte, sah Gelb und wurde deshalb später ausgewechselt.
„Atemberaubend“, ein „Wow-Moment“, hatte der Verteidiger bereits in der vergangenen Saison im Interview mit seinem Ex-Klub über das Spiel im Estadio Santiago Bernabéu gesagt. Damals saß er nur auf der Bank. Diesmal kochte er auf dem Feld nicht nur Vinicius ab, sondern war einmal selbst recht nah dran an einem Treffer. Den Fernschuss entschärfte Real-Torwart Thibaut Courtois.

Clemens Riedel im Zweikampf mit Vinicius Junior von Real Madrid.
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Spitzname „Kaiser Alemán“
Für den Blondschopf, der regelmäßig hessischen Heimaturlaub macht und die Lilien-Spiele – falls möglich – im TV anschaut, hätte der Wechsel nach Spanien kaum besser laufen können. In der vergangenen Spielzeit kam er auf 21 Pflichtspiel-Einsätze, war zwar keine unangefochtene Stammkraft, hatte bei den Espanyol-Fans aber schnell den Spitznamen „Kaiser Alemán“ in Anlehnung an Franz Beckenbauer weg.
„Wenn mir einer vor der Saison gesagt hätte, dass es so laufen wird, hätte ich das wahrscheinlich direkt unterschrieben“, so Riedel, der unweit des Strandes wohnt und die Lebensqualität in Barcelona „sehr schätzt“. In den ersten beiden Ligaspielen dieser Saison stand er in der Startelf – mit dem Höhepunkt gegen Real Madrid. Das gewonnene Eins-gegen-Eins-Duell gegen Vinicius Junior wird Clemens Riedel jedenfalls so schnell nicht vergessen.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/darmstadt-98/ex-darmstaedter-clemens-riedel-lebt-seinen-traum-bei-espanyol-barcelona-v1,riedel-darmstadt-barcelona-100.html


