Die Löwen Frankfurt stehen wieder auf dem Eis. Beim Gäubodencup in Straubing sicherten sich die Hessen Platz 3. Der erste Härtetest ist damit bestanden, offen bleibt nur, wer künftig zum Tanzen aufgefordert wird.
Geschenke machten die Löwen nur vor dem Spiel gegen Nürnberg.
Bild © IMAGO / Hockeypics/Eva Fuchs
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00:46 Min.||Simon Schäfer
Das Spiel um Platz drei zwischen den Löwen Frankfurt und den Nürnberg Ice Tigers war am Sonntagabend gerade beendet, da schallte ein lautes „Nico, tanzen! Nico, tanzen!“ von den Rängen. Die Aufforderung der mitgereisten Fans aus Hessen war an Neuzugang Nico Pertuch gerichtet. Der Torhüter nahm die Einladung zum Tanzen gerne an und legte ein paar schnelle Schritte inklusive eines Purzelbaums aufs Eis am Pulverturm in Straubing.
Sein Team hatte zuvor Nürnberg mit 3:1 geschlagen und sich auch zwei Tage zuvor, beim Halbfinale des Gäubodencups, gegen die Grizzlys Wolfsburg gut verkauft, auch wenn es am Ende wegen der 4:6-Niederlage nicht für den Finaleinzug bei dem Vorbereitungsturnier gereicht hat.
Kann Pertuch Adam Scheel Konkurrenz machen?
Dass Goalies am Ende eines guten Spiels ein kurzes Tänzchen vor den eigenen Fans zeigen, ist im Eishockey fast schon üblich. Dass es in diesem Fall von Pertuch kam, war vor wenigen Wochen aber noch nicht absehbar. Denn der Torhüter trägt zwar die Nummer eins auf dem Trikot, ob er aber auch kommende DEL-Saison die Stammkraft der Hessen ist, könnte nun wieder offen sein.
Denn der Plan der Löwen war eigentlich, dass Adam Scheel künftig im Tor steht und dass der 21 Jahre alte Pertuch, der als großes Talent gilt, an Kooperationspartner Bad Nauheim ausgeliehen wird, um dort weiter Spielpraxis zu sammeln. Doch dazu kam es nicht – im Gegenteil: Nach Informationen des hr-sport sollen sich die Löwen und der ECN rund um den Torhüter so sehr verkracht haben, dass sie die Zusammenarbeit vor einem Monat beendet haben.
Pokel zufrieden nach erstem Test
Beide Vereine richten mittlerweile ihren Blick nach vorne. Und Löwen-Trainer Tom Pokel war nach dem ersten Härtetest zufrieden. „Wir haben bereits viele Dinge sehr gut gemacht und besonders bei Fünf-gegen-Fünf wenig zugelassen“, sagte der gebürtige US-Amerikaner nach der Partie gegen Nürnberg. „Im ersten Spiel war das Unterzahlspiel unsere Schwachstelle. Das haben wir am Samstag analysiert, trainiert und verbessert.“
Vier Wochen hat Pokel noch Zeit, seine Löwen weiter einzustellen, denn am 18. September beginnt für Frankfurt die neue DEL-Spielzeit mit einem Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings. Nach dem Abstiegskampf in der vergangenen Saison, bei der nur die Dresdner Eislöwen noch schlechter als die Hessen waren, und den teils namhaften Verstärkungen insbesondere für die Defensive der Hessen, ist den Eishockey-Cracks aus Bornheim mindestens wieder ein Platz für die Pre-Playoffs, inklusive einiger Goalie-Tänzchen, zuzutrauen – fragt sich nur, von wem?
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/eishockey/vier-wochen-vor-del-start-loewen-frankfurt-bestehen-ersten-haertetest-v1,loewen-erster-haertetest-100.html



