Für die Aktion „Was Deutschland verbindet“ hat die ARD 84 Menschen eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen, Meinungen auszutauschen und auszuhalten. Dieses Dialogformat wurde nun für den Deutschen Fernsehpreis 2026 nominiert.
Gesprächsrunde der ARD-Dialogaktion „Was Deutschland verbindet“.
Bild © hr/ARD/Silviu Guimann
Wie gut können wir noch miteinander reden? Und was passiert, wenn wir mit anderen Menschen, die wir vorher nicht kannten, ein ganzes Wochenende lang reden – nicht übereinander, sondern miteinander? Auf dieses Experiment, das nun für den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Information“ nominiert wurde, ließen sich 84 Menschen ein, die für 84 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in Deutschland stehen. Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und verschiedenen Meinungen.
Sie kamen für das neue ARD-Dialogformat „Was Deutschland verbindet“ am Wochenende des 9. und 10. Mai in Fernsehstudios in Baden-Baden und Leipzig zusammen, teilten ihre Perspektiven zu Themen, die die meisten von ihnen bewegen.
Audio
00:52 Min.|hessenschau.de (Jan Tussing)
84 Perspektiven auf das, was Deutschland beschäftigt
Dialog, Gleichberechtigung, Demokratie, Migration, Meckerkultur und gesellschaftlicher Wandel. Diese Themen waren die Essenzen aus Vorgesprächen, die mit den 84 Teilnehmenden geführt wurden. Sie bildeten einen bestmöglichen Querschnitt der Menschnen in Deutschland ab, der auf Grundlage statistischer Werte herzustellen ist.
In den anschließenden Gesprächsrunden, an denen auch sechs Hessinnen und Hessen teilnahmen, ging es nicht darum, Recht zu behalten, sondern einander zuzuhören. Vertreten war das gesamte gesellschaftliche Meinungsspektrum, das im Einklang mit dem Grundgesetz steht.
Die einzelnen Gesprächsrunden des ARD-Dialogformats „Was Deutschland verbindet“ wurden aufgezeichnet und sind in der ARD Mediathek zu sehen.

Blick ins Studio in Leipzig.
Bild © hr/ARD/Silviu Guimann
SIchtbar machen, was uns trotz aller Unterschiede verbindet
„Hinter diesem Projekt steht die Überzeugung: Wir wollen Dialog nicht nur abbilden, sondern aktiv ermöglichen, damit unterschiedliche Perspektiven wieder ins Gespräch kommen, sich zuhören und Gemeinsamkeiten suchen“, betont Julia Krittian, Programmdirektorin des Hessischen Rundfunks. Solche Austauschräume brauche unsere Gesellschaft.
„Die Nominierung macht uns stolz und berührt uns sehr“, ergänzt Nina Pater, gemeinsam mit Dominik Diers in der ARD-Projektleitung des Formats. Pater sei vor allem auch auf eine Auszeichnung für die 84 Menschen stolz, „die den Mut hatten, ihre Erfahrungen, Zweifel und Überzeugungen offen miteinander zu teilen.“ Gemeinsam sei es gelungen, sichtbar zu machen, „was unsere Gesellschaft trotz aller Unterschiede verbindet.“

Nina Pater und Dominik Diers hatten die Projektleitung.
Bild © hr/ARD/Silviu Guimann
Weitere hr-Nominierungen
Ebenfalls nominiert für den Deutschen Fernsehpreis wurde der TV-Krimi „Dunkelheit„, der erste Frankfurter „Tatort“ mit dem neuen Team Maryam Azadi und Hamza Kulina. Er wurde bereits mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Außerdem ist Edin Hasanovic für seine Rolle als Hamza Kulina in „Dunkelheit“ als bester Schauspieler nominiert. Darüber hinaus ist „Schattenseite“ als beste Drama-Serie nominiert.
Die Thriller-Serie ist die erste fiktionale funk-Serie und beleuchtet das Thema Cybermobbing. „Schattenseite“ ist eine Produktion der Dreamtool Entertainment GmbH im Auftrag der ARD Degeto Film, des Hessischen Rundfunks und funk für die ARD Mediathek.

Szene aus der Tatort-Folge „Dunkelheit“: Maryam Azadi (Melika Foroutan r.) und Hamza Kulina (Edin Hasanovic l.) beraten sich in einem Café.
Bild © HR/Degeto/Sommerhaus/Daniel Dornhöfer
Quelle: https://www.hessenschau.de/kultur/deutscher-fernsehpreis-ard-dialogformat-was-deutschland-verbindet-nominiert-v1,was-deutschland-verbindet-nominierung-fernsehpreis-100.html


