Kultur

Spannende Orte entdecken: Tage der Industriekultur Rhein-Main 2026

Spannende Orte entdecken: Tage der Industriekultur Rhein-Main 2026

„Auf dem Weg in die Moderne“ – so lautet das Motto bei den diesjährigen Tagen der Industriekultur Rhein-Main. Auf Besucherinnen und Besucher warten Werksführungen, Ausstellungen und Besichtigungen. Es öffnen sich Türen zu sonst verschlossenen Orten. Hier 7 Tipps für Kulturentdecker.



Der Farbroboter ziert die Plakate der „Tage der Industriekultur 2026“
Bild © Till Pöhlmann


Etwa 1.000 Orte von lokaler, regionaler und überregionaler Bedeutung bilden die Route der Industriekultur Rhein-Main. Von Hafen- und Industrieanlagen über Brücken, Bahnhöfe, Klärwerke, Arbeitersiedlungen bis zum modernen Technologiepark ist alles dabei. Die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ finden jedes Jahr statt und öffnen Tür und Tor zu Orten, die sonst für Publikum verschlossen sind.

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00:39 Min.
|Robin Niehaus

Bild © hessenschau.de|
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In diesem Jahr ist das übergeordnete Thema „Auf dem Weg in die Moderne“. Das Festival will an vielen Beispielen zeigen, wie neue Ideen, Technologien und Innovationen das Leben verändert haben – und es täglich immer weiter tun.

Moderne und Kunststoff – zwei Begriffe, die direkt miteinander verknüpft sind. Kunststoff veränderte nicht nur Produktionsprozesse, sondern eigentlich das gesamte Leben, das Design und die Technologie. Kunststoff machte Erfindungen formbar und eine Massenproduktion möglich. Die „5. Woche der Kunststoffstraße 2026″ widmet sich dem Thema Kunststoff.

In der Ausstelltung „Puppen, Polymer & Pioniere“ etwa können die Besucherinnen und Besucher die Industriegeschichte Babenhausens über die Welt der Cellba-Puppen (Beginn 1925) entdecken. Sie legten den Grundstein für die Kunststoffexpertise in der Region.

Alte Babypuppe mit blauen Augen liegt in einem offenen Karton auf weißem Seidenpapier. Die Puppe trägt ein cremefarbenes gestricktes zweiteiliges Outfit mit Knöpfen sowie gestrickte Schühchen. An Gesicht und Händen sind deutliche Gebrauchsspuren und Abplatzungen zu sehen; der Mund ist teilweise beschädigt.


Alte Kunststoff-Puppe
Bild © picture alliance / imageBROKER | Ian Murray


Weitere Informationen

Ausstellung: Puppen, Polymer & Pioniere
5./6. September, 15 bis 17 Uhr
Territorialmuseum Babenhausen
Anmeldung nicht erforderlich

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Auf der Führung erfahren die Teilnehmenden, warum der einstige Industriehafen in Offenbach überhaupt entstand, wie es zu seinem Aus kam und wie das einstige Areal neu erschlossen werden konnte – als moderner Stadtteil mit Freizeitmöglichkeiten am Wasser.

Die Bauarbeiten für den Hafen begannen bereits 1899. Im Jahr 1902 wurde der Hafen eingeweiht. Bei der Führung soll auch das Wahrzeichen des Hafens, der blaue Kran, bestiegen werden.

Offenbacher Hafen mit dem blauen Kran


Der blaue Kran ist das Wahrzeichen des Offenbacher Hafens.
Bild © picture-alliance/dpa


Weitere Informationen

Hafen Offenbach
11. September, 16 bis 17.30 Uhr, Führung, 14 Euro
Anmeldung per E-Mail erforderlich: info@artefire-stadtfuehrungen.de

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Das 1806 errichtete Gradierwerk in Bad Orb ist heute ein Zeugnis der historischen Salzgewinnung. Das sanierte, 156 Meter lange, Gebäude zeigt Hightech – historisches Hightech. Interessierte können lernen, wie der Salzgehalt der Sole rein physikalisch von fünf auf bis zu 18 Prozent hochkonzentriert wird.

Teil der Führungen ist eine Live-Demonstration des Salzsiedens. Zudem können auch Souvenirs erworben werden.

Das Gradierwerk von Bad Orb im Spessart


Das Gradierwerk in Bad Orb.
Bild © picture-alliance/dpa


Weitere Informationen

Führung Gradierwerk
Salinenstraße 10, 63619 Bad Orb
13. September, 11 bis 16 Uhr
Kostenlos, keine Anmeldung erforderlich

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„Auf dem Weg in die Moderne“ befindet sich auch die Energiegewinnung. Bei der Werksbesichtigung im Industriepark Wiesbaden können Interessierte erfahren, wie sich die Energieerzeugung von der klassischen Kraftwerkstechnik hin zu modernen und effizienteren Anlagen verändert hat. 

Die Gegenüberstellung alter Kraftwerke und neuer Prozesse soll den Besuchenden auch eine anschauliche Perspektive auf die Zukunft vermitteln. 

Mehrere Personen in Warnwesten stehen auf einem umzäunten Industriegelände im Freien. Im Mittelpunkt spricht eine Person mit weißem Schutzhelm und gelb-oranger Sicherheitsweste, die eine Wasserflasche in der Hand hält. Weitere Personen tragen orange Warnwesten. Im Hintergrund sind ein Metallzaun, Wasser, technische Anlagen und ein Kran zu sehen. Auf den Warnwesten ist teilweise der Schriftzug „ISW“ erkennbar.


Im Industriepark Wiesbaden können Besucher die Energieversorgung über die Jahrzehnte kennenlernen.
Bild © Tage der Industriekultur/ InfraServ Wiesbaden


Weitere Informationen

Werksbesichtigung im Industriepark Wiesbaden
10. September 2026, 17 bis 19 Uhr, kostenlos
Anmeldung per E-Mail erforderlich: kommunikation@infraserv-wi.de

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Ernst May steht wie kaum ein anderer für das Neue Wohnen in Frankfurt.  In den 1920er Jahren schuf der Architekt am Rande des Stadtteils Gallus mit der Hellerhofsiedlung bezahlbares Wohnen mit Kleinstadtflair in Frankfurt. 

Angrenzend, auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs, wurde mit dem Europaviertel Ende der 1990er Jahre ein hochmoderner Stadtteil realisiert. Bis zu 25 Personen können an der Führung teilnehmen.

Mehrstöckiger weißer Wohnblock mit zahlreichen Balkonen und Fenstern entlang einer langgestreckten Fassade. Einige Balkone sind mit Pflanzen, Markisen, Gartenmöbeln oder Sonnenschirmen ausgestattet. Vor dem Gebäude erstreckt sich eine gepflegte Grünfläche mit Rasen. Der Himmel ist teilweise bewölkt.


Mehrfamilienhäuser in der Hellerhofsiedlung in Frankfurt
Bild © picture alliance / Caro | Muhs


Weitere Informationen

Führung Hellerhofsiedlung/ Europaviertel
6. September, 14 bis 16 Uhr
Anmeldung per E-Mail erforderlich: info@kunstkontakt-frankfurt.de
18 Euro, inklusive kleinem Imbiss

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Zur Industriekultur gehört auch der Einfluss, den Anlagen aus dem Maschinenbau, der Automobilindustrie, der Chemie und IT sowie Verkehrs- und Flugverkehr auf das Wetter und Klima nehmen. 

An verschiedenen Stationen im Wetterpark Offenbach wird der Einfluss von Städten auf die Temperatur erklärt – zum Beispiel anhand der Wolkenbildung durch Kondensstreifen.

Große, vieleckige Radarkuppel aus Metall steht auf mehreren schrägen Stützbeinen in einer offenen Wiesenlandschaft. Die Aufnahme zeigt die Konstruktion von unten vor einem dramatischen Himmel mit dichten Wolken und blauen Auflockerungen. An der Unterseite der Radarkuppel ist eine farbige Darstellung mit Wetterdaten zu sehen; der lesbare Text lautet: „WETTERRADAR“. Im Hintergrund befinden sich Bäume und Buschwerk.


Im Wetterpark Offenbach steht ein Modell von einem Wetterradar mit Radom (Schutzhülle) und Wetterkarte.
Bild © picture alliance / imageBROKER | Norbert Neetz


Weitere Informationen

Führung im Wetterpark Offenbach
8. September 2026, 11 bis 12.30 Uhr
6,50 / 4 Euro
Anmeldung ist erforderlich.

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Wie prägen die Errungenschaften der Moderne die Rhein-MainRegion – und was bedeutet das für ihre Zukunft? Die digitale Ausstellung „FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne“ geht diesen Fragen nach und rückt Orte, Ideen und Menschen in den Mittelpunkt: von der Luftfahrt in Zeppelinheim über die Hanauer Stadtplanung der 1920er-Jahre und die Schriftgießerei Klingspor bis zur Aartalbahn im Taunus und weiteren Innovationen.

Quelle: https://www.hessenschau.de/kultur/spannende-orte-entdecken-tage-der-industriekultur-rhein-main-2026–v1,tage-der-industriekultur-2026-100.html

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