Nach dem mutmaßlichen Giftmord an einem Fußballspieler des TuS Rockenberg in der Wetterau ist die Arbeitsstelle des Verdächtigen durchsucht worden: das Rathaus in Niddatal. Der Bürgermeister zeigte sich schockiert.
Das Opfer spielte beim TuS Rockenberg.
Bild © Ariane Focke (hr)
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00:29 Min.|hessenschau.de (Andreas Gerlach)
Im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Giftmord in Rockenberg ist nach hessenschau-Informationen das Rathaus von Niddatal (beide Wetterau) durchsucht worden. Der dortige Bürgermeister Michael Hahn (CDU) bestätigte, dass es eine Durchsuchung im Rathaus gab. Nach hessenschau-Informationen arbeitet der nach dem Giftmord verdächtigte Mann dort.
In einem auf der Internetseite der Stadt veröffentlichten Statement sagte Hahn, ohne den Fall in Rockenberg konkret zu nennen: „Wir sind zutiefst schockiert über die bekanntgewordenen Vorwürfe.“ Er sprach von einer „emotional äußerst belastenden Situation für uns alle“.
Hahn betonte, die Stadt unterstütze die Ermittler der Kriminalpolizei bei ihrer Spurensicherung „vollumfänglich und vorbehaltlos“. Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, äußere sich die Stadt mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht zu weiteren Details.
Zustand des Opfers nach Mannschaftsfahrt massiv verschlechtert
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35 Jahre alten Beschuldigten vor, einen 30-Jährigen durch die heimliche Verabreichung von Gift getötet zu haben. Nach Angaben der Ermittler hatte der Fußballspieler Mitte Juni vergangenen Jahres an einer Mannschaftsfahrt seines Vereins TuS Rockenberg nach Dresden teilgenommen. Auch der festgenommene Mannschaftskollege war dabei.
Zuhause verschlechterte sich der Gesundheitszustand des 30-Jährigen schnell und massiv. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen des herbeigerufenen Rettungsdienstes starb der Mann kurz darauf im Krankenhaus.
Persönliche Rache als Motiv?
Rechtsmediziner stellten später fest, dass er an multiplem Organversagen in Folge einer Vergiftung starb. Konkretere Angaben zur Art des Gifts, der konkreten Tathandlung sowie den genauen Hintergründen machte die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Nach hessenschau-Informationen könnte Eifersucht das Motiv für die Tat gewesen sein. Die Ermittler hatten von persönlicher Rache gesprochen.
Nach seiner Festnahme wurde der Tatverdächtige einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Der Mann äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Seine Wohnung wurde neben seinem Arbeitsplatz ebenfalls durchsucht.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/nach-giftmord-in-rockenberg-rathaus-in-niddatal-durchsucht-v1,giftmord-durchsuchung-niddatal-100.html




