Nach dem Remis gegen Union Berlin zum Auftakt weiß man bei Eintracht Frankfurt noch immer nicht so recht, wo man eigentlich steht. Mit dem FC Augsburg kommt nun die gefährlichste Mannschaft des ersten Spieltags. Das Wichtigste zum Spiel.
Younes Ebnoutalib will auch gegen Augsburg wieder treffen.
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00:38 Min.|Mathias Merget
Nach dem 3:3 zum Auftakt gegen Union Berlin will Eintracht Frankfurt vor heimischem Publikum den ersten Sieg einfahren. Am Sonntag (17.30 Uhr) ist der FC Augsburg zu Gast.
Tja, was nimmt man wohl mit aus dem Unentschieden der Eintracht zum Ligaauftakt gegen Union? Die starke Offensive? Die Ansätze des Hütter-Fußballs, die klar erkennbar waren? Dreierpacker Younes Ebnoutalib und das gute Debüt von Torwart Noah Atubolu? Oder doch eher die Problemchen in der Defensive? Die Schwäche bei Standards? Den bitteren Last-Minute-Ausgleich? Schwer zu sagen. „Ich habe Dinge gesehen, die mir gefallen haben. Aber ich habe auch Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben“, brachte es Trainer Adi Hütter auf den Punkt. So richtig weiß man bei der Eintracht eben immer noch nicht, wo man steht.
Und beim FC Augsburg? Ist die Laune bestens. Mit 3:0 samt souveräner Leistung wurde Aufsteiger Schalke 04 zum Auftakt abgeschossen, am Deadline Day polierten die Fuggerstädter mit Offensivspieler Arijon Ibrahimovic von Bayern München und Innenverteidiger Juma Bah von Manchester City den Kader noch einmal auf. Offensichtlich haben sie was vor beim FCA.
Bei Eintracht Frankfurt fehlen weiterhin Nnamdi Collins und Ansgar Knauff, ansonsten steht Trainer Adi Hütter der gesamte Kader zur Verfügung. Sein Gegenüber Manuel Baum muss auf Steve Mounié, Tim Breithaupt und den Ex-Frankfurter Kristijan Jakić verzichten. Hinter einem Einsatz von Anton Kade steht zudem noch ein Fragezeichen.
So könnte die Eintracht starten:

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So könnte Augsburg starten: Dahmen – Banks, Matsima, Brackelmann – M. Wolf, Massengo, Rieder, Behrens – Ibrahimovic, Fellhauer – Gregoritsch
Adi Hütter: „Sie sind mit dem Heimsieg gegen Schalke super in die Saison gestartet und werden mit Selbstvertrauen zu uns kommen. Sie haben eine sehr gute Stabilität, ein klares 3-4-3 im Ballbesitz mit Gregoritsch als zentralem Stürmer. Ich erwarte, dass wir den Leuten zeigen, dass wir unbedingt gewinnen wollen.“
Manuel Baum: „Wir treffen auf eine junge, dynamische Mannschaft mit vielen Zockern in ihren Reihen. Die Frankfurter sind im vorderen Drittel sehr flexibel. Deshalb wird es für uns wichtig sein, kompakt zu stehen und als Mannschaft geschlossen zu verteidigen. Wir müssen mit der richtigen Haltung in dieses Spiel gehen – wir müssen kämpfen und den unbedingten Willen haben, es für uns zu entscheiden.“
Auf diese Spieler gilt es zu achten
Man of the Match in Berlin war ganz klar Younes Ebnoutalib, der alle drei Tore für die Eintracht erzielte. Und das nach schweren Monaten: Nach seinem Wechsel im Januar aus Elversberg in seine Geburtsstadt traf Ebnoutalib im ersten Spiel, verletzte sich dann und war nach seiner Genesung unter Ex-Trainer Albert Riera nur noch Zuschauer. Mit seinem Dreierpack gegen Union Berlin startete Ebnoutalib sein persönliches Märchen nun von Neuem. Und das könnte wirklich märchenhaft werden. Unter der Woche war Bundestrainer Jürgen Klopp im Eintracht-Training zu Besuch und plauschte auch kurz mit Ebnoutalib. Worum es da wohl ging?
Als Ebnoutalib gerade die ersten Bälle gegen Hauswände kickte, feierte ein anderer übrigens schon sein Profi-Debüt: Seit nun 16 Jahren steht Michael Gregoritsch als Profi auf dem Platz, seit seinem ersten Spiel, das er mit 15 in der österreichischen Bundesliga bestritt (und direkt traf), kommt der 32-jährige Gregoritsch mittlerweile auf 506 Profispiele und 119 Tore. Und müde ist der Augsburg-Rückkehrer nach wie vor nicht: Am ersten Spieltag schoss der Österreicher das 1:0. Gelernt ist eben gelernt.
An aufregenden Offensivfußball denkt man – bei allem Respekt – nicht als allererstes, denkt man an den FC Augsburg. Und vielleicht auch nicht als zweites. Die Zahlen vom ersten Spieltag hingegen sagen etwas anderes: Mit sechs Großchancen stellten die Fuggerstädter den Liga-Höchstwert am ersten Spieltag, zudem gab der FCA mit 23 die zweitmeisten Torschüsse ab. Rohrt sich der FCA von nun an also munter durch die Liga? Wir werden sehen.
So können Sie das Spiel verfolgen
Das Spiel können Sie im Live-Ticker und Audiostream bei sportschau.de verfolgen. Im Fernsehen läuft die Partie beim Bezahlsender DAZN.
Schiedsrichter Daniel Schlager wird die Partie leiten. Ihm assistieren Sven Waschitzki-Günther, Tobias Fritsch sowie Timo Gerach als vierter Offizieller. Video-Assisten ist Nicolas Winter, VAR-Assisten Felix-Benjamin Schwermer.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/das-wichtigste-zum-eintracht-spiel-gegen-augsburg-standortbestimmung-nummer-zwei-v1,sge-wichtigste-fca-100.html




