Nach gerade einmal zwei Bundesligaspielen herrscht rund um Eintracht Frankfurt schon Alarmstimmung. Die Verantwortlichen wollen da nicht mitgehen und bitten um Vertrauen.
Die Eintracht-Köpfe hingen tief nach der Niederlage gegen Augsburg.
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Es sind gerade einmal zwei Bundesligaspiele gespielt und bei Eintracht Frankfurt herrscht schon Alarmstimmung. Nicht bei den Verantwortlichen, so beteuern sie es zumindest öffentlich, wohl aber im Umfeld des hessischen Bundesligisten.
Nach dem 3:3 in Berlin, wo die Eintracht eine 3:1-Führung vergeigte, folgte eine deftige 1:4-Niederlage gegen den FC Augsburg am Sonntag, obwohl man zur Pause noch 1:0 geführt hatte. Zwei Spiele, zwei Mal geführt, ein Punkt, sieben Gegentore. Dass die Fans sich da Sorgen machen, wer kann es ihnen verdenken?
„Schnellstmöglich abstellen“
„Das ist das, was wir schnellstmöglich abstellen müssen“, sagte auch Adi Hütter und meinte damit sowohl die Gegentor-Flut als auch generell das zweimalige Herschenken einer Führung. Immerhin schob der Österreicher hinterher: „Sorgen mache ich mir aber keine.“
Hütter hob die positiven Aspekte des Spiels hervor, namentlich die komplette erste Halbzeit. Da nämlich dominierte sein Team den Gegner fast nach Belieben, Jonathan Burkardt erzielte das 1:0 nach sechs Minuten. „Die erste Halbzeit ist der Fußball, den ich mir vorstelle“, so Hütter. Den einzigen Vorwurf, den man der Eintracht da machen konnte: dass sie trotz guter Möglichkeiten nicht das zweite oder dritte Tor nachlegte.
Einbruch nach der Pause
Das Problem der Hessen war sicherlich nicht die Herangehensweise oder mangelndes Können. Aber: „Ein Fußballspiel dauert eben 90 Minuten und nicht nur 45. Die zweite Halbzeit war weit weg von dem, was ich sehen möchte“, kritisierte Hütter.
Vom Power-Fußball aus der ersten Halbzeit war nichts mehr zu sehen bei der SGE. Der FCA drehte die Partie per Doppelschlag in der 46. und 47. Minute, die Verunsicherung bei den Hausherren war greifbar – und mündete in zwei weiteren Gegentoren. Dass Hütter den 36 Jahre alten Timothy Chandler nach dem 1:3 als vermeintlichen Hoffnungsträger in der 69. Minute einwechselte, um noch einmal Leben ins Waldstadion zu bekommen, spricht Bände.
„Müssen nicht alles in Frage stellen“
Der Vorwurf, dem sich die Eintracht ausgesetzt sieht, ist, dass der Kader nicht gut genug besetzt ist. Dass auf den Außenverteidigerpositionen und im Sturm die Alternativen fehlen. „Nein“, antwortete Kaderplaner Markus Krösche nach dem 1:4 dennoch kurz und knapp auf die Frage, ob er sich nun doch noch nach arbeitslosen Außenverteidigern umgucken wolle. „Wir haben junge Spieler und vertrauen denen. Wir haben zwar verloren, aber wir müssen jetzt auch nicht alles in Frage stellen.“
Da hat Krösche sicherlich nach zwei Spieltagen ein valides Argument. Sollte die Eintracht aber auch in den kommenden Partien regelmäßig drei oder vier Tore fressen, dann muss er ebensolche Kritik auch annehmen. Die kommenden Gegner der Hessen heißen Mainz 05, SC Freiburg und RB Leipzig.
Bei der Eintracht glauben sie weiter daran, dass sie die Sorgen der Fans bald vertreiben können. „Die Mannschaft und der Trainer haben Vertrauen verdient“, sagte Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann – vor dem Spiel gegen den FC Augsburg. Seine Aussage dürfte nach der Partie an Dringlichkeit hinzugewonnen haben.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/alarmstimmung-in-frankfurt-die-eintracht-kann-keine-90-minuten-v1,sge-nach-augsburg-108.html





