Eintracht Frankfurt ist schleppend in die Saison gestartet. Nun geht es zu Angstgegner Mainz. SGE-Trainer Adi Hütter freut sich drauf.
Positiv bleiben: Adi Hütter ist derzeit als Motivator gefragt.
Bild © IMAGO / Kessler-Sportfotografie
Audio
01:10 Min.|Simon Schäfer
Ein guter Saisonstart sieht sicherlich anders aus. Die Frankfurter Eintracht hat in den ersten beiden Bundesligaspielen nur einen Punkt geholt und dabei schon sieben Gegentore kassiert. In beiden Partien gaben die Hessen eine Führung noch aus der Hand. Der Kopf rattert, im Umfeld rumort es – und jetzt geht es auch noch zum FSV Mainz 05.
Hütter weiß, wie man in Mainz gewinnt
Der kleine Nachbar aus Rheinland-Pfalz wird von der Mainmetropole aus zwar gerne belächelt, bei jeder Auswärtsfahrt in die Stadt am Rhein verzieht sich das Gesicht aber auch beim größten Eintracht-Optimisten oft zu einer Grimasse. Die Frankfurter Horror-Bilanz der vergangenen 30 Jahre: 22 Spiele, ein Sieg. Uff.
„Ich kann mich noch gut an das 2:0 zu Corona-Zeiten erinnern“, sagte Adi Hütter zwei Tage vor dem neuerlichen Nachbarschaftsduell. Denn Hütter war damals dabei, im Januar 2021, als die SGE tatsächlich ein Spiel in Mainz gewinnen konnte. Vielleicht also ein gutes Omen, dass der Österreicher auch nun wieder das Sagen hat bei den Hessen.

Bild © hr
Der Trainer als Motivator
Hütter jedenfalls gibt sich unbeeindruckt dieser Tage. Zwar nicht vom Power-Start der Mainzer (4 Punkte, 5:0 Tore), wohl aber vom vermeintlichen Fehlstart seiner eigenen Elf. „Wenn wir in Mainz so auftreten, wie gegen Augsburg in der ersten Halbzeit, dann wird das was“, ist sich der Trainer sicher.
Hüter wird dieser Tage nicht müde, das Positive aus den ersten Saisonspielen hervorzuheben. Und er hat einen ganz spezifischen Grund dafür: „Das ist meine Aufgabe als Trainer. Die Mannschaft braucht mich als Unterstützer.“ Es gehe ihm nicht darum, die schlechten Dinge zu verschweigen, auch die würden intern klar angesprochen. Es sei aber eben auch nicht alles durchweg schlecht gewesen in den vergangenen Partien.

So könnte die Eintracht in Mainz spielen.
Bild © hessenschau.de
90 Minuten Konzentration
Auch deshalb scheint Hütter derzeit nicht gewillt, seine Formation kurzfristig zu ändern. Das von ihm bevorzugte 4-2-2-2-System wird er wohl auch in Mainz wieder spielen lassen. „Die zwei ersten Gegentore von Augsburg hatten nichts mit dem System zu tun. Wir müssen einfach in die Zweikämpfe gehen, wie es sich gehört“, so Hütter.
Das gilt natürlich für jedes Bundesligaspiel, für jenes in Mainz aber vielleicht im Besonderen. „Du musst über 90 Minuten konzentriert Fußball spielen. Wenn wir das in Mainz schaffen, nehmen wir auch etwas mit.“ Es wäre nicht das erste Mal unter Hütter.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/adi-huetter-redet-eintracht-frankfurt-vor-dem-spiel-in-mainz-stark-v1,sge-vor-mainz-122.html



