In einer beeindruckenden Darstellung von Fahrrad-Advocacy haben über 10.000 Radfahrer und andere Aktivisten für Mobilität und Verkehrssicherheit ein Stück der deutschen Autobahn übernommen, um bessere Fahrradinfrastruktur und öffentliche Verkehrsmittel zu fordern.
Die Gruppe hinter der Kundgebung, Verkehrswende Hessen, plante, 40 Kilometer von Frankfurt nach Wiesbaden auf der A66 zu fahren, um die Zehntausende von Unterschriften für ein Referendum an Tarek Al-Wazir zu übergeben – den Verkehrsminister des deutschen Bundeslandes Hessen.
Die Gruppe möchte den Anteil umweltfreundlicher Verkehrsmittel, nämlich Gehen, Radfahren und öffentlichen Verkehr, auf mindestens 65 Prozent aller Personentransporte erhöhen. Im Vergleich dazu werden in Kopenhagen rund die Hälfte aller Fahrten allein mit dem Fahrrad zurückgelegt.
Verkehrswende Hessen beabsichtigt, ihren umweltfreundlichen Verkehrsplan durch ein neues Gesetz namens Hesse Traffic Turnaround Act voranzutreiben. Der Akt erläutert die Ambitionen der Gruppe für eine Verkehrswende in Hessen und enthält eine Reihe von Schlüsselideen, darunter mehr Radwege und ein Fahrradnetzwerk in ganz Hessen.
Laut Verkehrswende Hessen nahmen rund 12.000 Radfahrer an der Kundgebung teil, wobei 8.500 Radfahrer in Wiesbaden ankamen und sich den 3.500 Menschen anschlossen, die bereits auf dem Verkehrswende Festival waren.
Deutschland scheint in letzter Zeit ernsthafte Schritte im Bereich des Radfahrens zu unternehmen. Es gibt unter anderem einen Vorschlag für die weltweit größte autofreie Zone, die in Berlin entwickelt wird, und drei deutsche Städte landeten in den Top 10 eines neuen Rankings der fahrradfreundlichsten Städte der Welt.Die Stadt Münster landete auf dem zweiten Platz vor den Dauerfavoriten Amsterdam und Kopenhagen.


