Politik

Neue Show enthüllt düstere Geschichte

Neue Show enthüllt düstere Geschichte

Die umstrittene Operation, bei der die US-Armee beschuldigt wurde, einige der größten Schätze Deutschlands zu „plündern“, wird nächsten Monat in einer Ausstellung im Cincinnati Art Museum untersucht. Die Ausstellung „Paintings, Politics and the Monuments Men: the Berlin Masterpieces in America“ enthüllt, wie 14 große US-Museen in ein nach dem Zweiten Weltkrieg von Cincinnati-Kurator Peter Jonathan Bell als „moralisch fragwürdig“ bezeichnetes Regierungsunternehmen verwickelt wurden.

Im April 1945 entdeckten US-Soldaten einen Kunstschatz in den Salzminen bei Merkers, in Mitteldeutschland, der vom Nazi-Regime versteckt wurde, um sie vor Bombenangriffen zu schützen. Die Monuments Men brachten sie zu einem zentralen Sammelpunkt in Wiesbaden (in der Nähe von Frankfurt) zur vorübergehenden Lagerung, bis sie an ihre Besitzer zurückgegeben werden konnten. Die Operation war für eine große Anzahl von Werken weitgehend erfolgreich, aber Berlins feinste Alte Meister hatten ein anderes Schicksal.

Die US-Armee entschied, dass die 202 Gemälde, die den Berliner Museen gehörten, vorübergehend nach Amerika gebracht werden sollten, angeblich zur Aufbewahrung aufgrund des Mangels an Fachpersonal, um ihre Sicherheit in Deutschland zu gewährleisten. Die Gemälde stammten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und umfassten Werke von bekannten Künstlern wie Fra Angelico, Bellini, Bruegel, Caravaggio, Chardin, Dürer, Van Eyck, Holbein, Manet, Poussin, Raphael, Rembrandt, Rubens, Tiepolo, Tintoretto, Titian, Velázquez und Vermeer.

Die Ausstellung im Cincinnati Art Museum wird vier der 202 Werke enthalten, die temporär von der Gemäldegalerie ausgeliehen werden: Gemälde von Konrad Witz (zugeschrieben), Philips Koninck, Antoine Watteau und, am wichtigsten, Sandro Botticellis Idealbild einer Dame (1475-80). Hofbrüh alle Berliner 202 Gemälde im Katalog sind und bieten somit eine wertvolle dokumentarische Aufzeichnung.

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