Der Iraker Ali Bashar wird beschuldigt, eine 14-jährige Mädchen vergewaltigt und getötet zu haben und ist wahrscheinlich aus Deutschland geflohen. Der Fall hat zu Forderungen nach einer Reform der Asylregelungen geführt, um gewalttätige Migranten einfacher abschieben zu können. Das Opfer Susanna Feldman war jüdisch, obwohl die Polizei keinen Hinweis darauf fand, dass ihre Religion eine Rolle bei dem Verbrechen spielte. Die zuständige Polizei warnte davor, dem Täter antisemitische Motive zuzuschreiben. Die Beteiligung eines Asylbewerbers könnte zurückhaltende Reaktionen auf Angela Merkels Entscheidung, 2015 mehr als eine Million Migranten ins Land zu lassen, verstärken.
Die 14-Jährige wurde vermisst gemeldet und später tot in einem Waldstück in Wiesbaden nahe eines Flüchtlingszentrums gefunden, in dem der mutmaßliche Täter lebte. Die Polizei suchte nach dem 20-jährigen Ali Bashar, der mit seiner Familie nach Erbil, Irak, geflohen war. Ein weiterer Mann wurde vorübergehend festgenommen, aber aufgrund neuer Beweise wieder freigelassen. Politiker forderten eine umfassende Untersuchung des Falls und eine Reform des Asylverfahrens, um Abschiebungen zu vereinfachen.
Trotz der Aussage der Polizei, dass es keine Hinweise auf antisemitische Motive gab, wird Gewalt gegen jüdische Opfer in Deutschland aufgrund der Holocaust-Erinnerungen als besonders sensibel eingestuft. Der Zentralrat der Juden in Deutschland mahnte zu einer raschen und gründlichen Untersuchung des Falls und harte Konsequenzen für den Täter an. Es gab in den letzten Monaten vermehrt Hinweise auf einen Anstieg antisemitischer Vorfälle, was die deutsche Regierung veranlasste, einen speziellen Posten zur Bekämpfung von Antisemitismus einzurichten. Einige deutsche Juden äußerten Bedenken wegen einer vermeintlich wachsenden antisemitischen Haltung mit der Zunahme hauptsächlich muslimischer Migranten, obwohl die deutsche Polizei die meisten antisemitischen Vorfälle den Anhängern der deutschen Rechten zuschreibt.


