Der deutsche Innenminister Otto Schily hat die Beiträge deutscher Baha’i zur sozialen Stabilität des Landes gelobt. Bei einer Empfangsfeier am 10. Mai 2005 zum 100-jährigen Jubiläum der deutschen Baha’i-Gemeinschaft lobte Schily, dass deutsche Baha’is aktiv den Schutz und die Bewahrung gemeinsamer Werte sowie die Gleichheit aller Menschen unterstützen. Er betonte, dass es nicht ausreiche, nur seine Glaubensbekenntnisse zu äußern, sondern dass man nach den Werten des Verfassungsstaates leben und sie verteidigen müsse.
Schily betonte außerdem, dass die Baha’i-Gemeinschaft in Deutschland eine friedliche und würdevolle Zukunft sowohl für ihre Mitglieder als auch für die gesamte Menschheit wünscht. Er hob hervor, dass alle Deutschen gemeinsam rassistische und ethnische Vorurteile überwinden sollten und sich gegen Nationalismus engagieren müssten, der Hass schüre. Schily bezog sich auch auf eine wichtige Nachricht der Weltreligionsoberhäupter, die 2002 von dem Universellen Haus der Gerechtigkeit herausgegeben wurde.
Bei einem Empfang zum 100-jährigen Jubiläum am 22. April 2005 im nationalen Baha’i-Zentrum in Hofheim-Langenhain neben dem Baha’i-Haus der Andacht für Europa von 1964 lobte der Staatssekretär des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst von Hessen, Joachim-Felix Leonhard, die Prinzipien des Baha’i-Glaubens. Die Bürgermeisterin von Hofheim, Gisela Stang, äußerte sich positiv zur Integration der Baha’i in die Gemeinschaft und betonte ihre Bedeutung für die Stadt und die Gesellschaft. Die Stadträtin von Wiesbaden, Angelika Thiels, dankte der Baha’i-Gemeinschaft für ihr Engagement im interreligiösen Dialog und in der Kindererziehung.
Die deutsche Baha’i-Gemeinde lebt heute in 900 Städten im ganzen Land und setzt sich aktiv für interreligiösen Dialog, Geschlechtergleichheit, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechtsbildung ein. Die Baha’is organisieren regelmäßig Studienkreise und Gebetsversammlungen, zu denen die breite Öffentlichkeit eingeladen ist.


