Die Regierung zieht sich einen Schritt zurück, nachdem landesweit Wut gegen das Militäranwerbungsprogramm aufgekommen ist. Ein Vikramshila Express Zug wurde in Lakhisarai von einer aufgebrachten Menge in Brand gesteckt, um gegen das Zentrum ‚Agnipath‘ Programm zu protestieren. Am Freitag, den 17. Juni 2022, kam es in Telangana zu gewaltsamen Protesten gegen die neue Militärrekrutierungspolitik, wobei ein Mann starb und mehr als 15 Personen verletzt wurden. Die Proteste weiteten sich auf Bihar, Uttar Pradesh, Haryana, Westbengalen und Madhya Pradesh aus.
Während die Regierung sich verteidigte, forderten Oppositionsparteien eine Sondersitzung des Parlaments zur Diskussion. Ein Toter und Züge in Brand gesteckt. In Secunderabad wurde eine Person bei Polizeischüssen getötet, der erste Todesfall bei Protesten gegen das Agnipath-Programm. Die Regierung bot einen Kompromiss an, aber die Opposition forderte weitere Gespräche und Diskussionen im Parlament und im Verteidigungskonsultationsausschuss.
Es kam zu Brandstiftungen in Bihar und Uttar Pradesh, sowie in anderen Bundesstaaten. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein und nahm mehrere Demonstranten fest, nachdem diese gewalttätig geworden waren und in Jammu und Kashmir Steine warfen. Protestierende in Bihar attackierten das Haus des stellvertretenden Chief Ministers und blockierten Bahnstrecken und Straßen. Die Auswahlverfahren der indischen Luftwaffe für die Rekrutierung im Rahmen des Agnipath-Programms sollen am 24. Juni beginnen.
Die Regierung von Westbengalen hat Sicherheitsmaßnahmen in allen Bezirken angeordnet, um friedliche Proteste sicherzustellen. In Haryana wurde in einigen Gebieten der SMS-Dienst ausgesetzt und in Faridabad die mobile Internetnutzung eingeschränkt. In Delhi wurden einige U-Bahn-Stationen aus Sicherheitsgründen geschlossen. Verteidigungsminister Rajnath Singh bezeichnete das Agnipath-Programm als „goldene Gelegenheit“ für die Jugend, dem Land zu dienen.


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