Neben spektakulären Begegnungen wie Deutschland gegen Spanien sieht die Auslosung in Doha vor, dass der Iran sowohl auf die USA als auch auf England trifft – die auch auf ein internes Duell gegen Schottland oder Wales stoßen könnten. Die Auslosung für die Weltmeisterschaft in Katar dieses Jahres hat sowohl aus sportlichen als auch politischen Gründen für Schlagzeilen gesorgt. Spanien und Deutschland treten in der Gruppe E gegeneinander an, in der die Weltmeister von 2010 und 2014 aufeinandertreffen. In der Gruppe C könnte es zu einem Treffen der jüngsten Gewinner des Best FIFA Men’s Player Awards kommen, wobei Polen mit Robert Lewandowski auf Lionel Messi’s Argentinien trifft.
In der Gruppe B wird die USA gegen den Iran antreten, da die diplomatischen Beziehungen zwischen den Nationen noch nicht wiederhergestellt sind. Iran wird auch auf England treffen, dessen Regierung angespannte Beziehungen zu Teheran hatte. Die Gruppe könnte auch durch die Ukraine abgeschlossen werden, deren Qualifikation aufgrund der Invasion Russlands verschoben wurde. Sollten Schottland oder Wales sich für die Endrunde qualifizieren, wird das in Großbritannien aufgrund eines Spiels gegen England großes Interesse wecken.
Die Gruppe F wird den Vize-Weltmeister von 2018 Kroatien gegen die Halbfinalisten Belgien antreten lassen, die damals gegen die späteren Gewinner Frankreich verloren haben. In derselben Gruppe erhält Marokko zum zweiten Mal in Folge starke europäische Gegner, nachdem sie letztes Mal gegen Spanien und Portugal gelost wurden. Brasilien, die Schweiz und Serbien waren 2018 in derselben Gruppe und sind nun in der Gruppe G wiedervereint. Brasilien wird gegen Serbien eröffnen und auf einen wiederholten 2:0-Sieg hoffen. Die Weltmeisterschaft wird erstmals im Dezember ausgetragen, um der Hitze des katarischen Sommers zu entgehen. Katar hat seit der Vergabe der Weltmeisterschaft im Jahr 2010 12 Jahre damit verbracht, seine Hosting-Rechte aufgrund von Korruptionsermittlungen und regionaler Disharmonie zu verteidigen.

