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Darmstadt 98: Der Mini-Klose Carlo Sickinger und die neuen Ideen im Angriff

Darmstadt 98: Der Mini-Klose Carlo Sickinger und die neuen Ideen im Angriff

Die Lilien müssen nach nur einem Punkt aus zwei Spielen kreativer werden. Trainer Florian Kohfeldt zeigt seine Ideen lebhaft – und ein Neuzugang strahlt schon mal aus, wie viel Lust er auf die Saison hat.


Carlo Sickinger für die Lilien gegen Dresden am Ball.
Bild © imago


Florian Kohfeldt war laut, er war mal verärgert, mal erfreut, aber voll dabei bei der Trainingseinheit der Lilien am Mittwochvormittag. Dabei lief diese nur 35 Minuten, nachdem die Spieler vorher im Kraftraum geschwitzt hatten. Von den Einheiten am Mittwoch und Donnerstag sei diese wohl die langweiligste für die Zuschauer gewesen, meinte der Coach hinterher. Aber: Der geneigte Beobachter konnte erkennen, worum es dem Chef und seinen Mannen nach nur einem Punkt aus den ersten zwei Pflichtspielen geht: um den Angriff.

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Der neue Lilien-Stürmer Milan Smit im Spiel in Dresden.


Der neue Lilien-Stürmer Milan Smit im Spiel in Dresden.
Bild © IMAGO / Lobeca


Ende des Videobeitrags

„Occupy spaces is not the goal. The goal is to break the last line“, rief Kohfeldt einmal. Sinngemäß: Es geht ihm nicht darum, dass seine Spieler bloß die Räume besetzen, sondern darum, schnell hinter die letzte Linie des Gegners zu kommen. Dementsprechend sah die Übung aus. Aus der Verteidigung wurde der Ball auf die Sechser gespielt und von dort möglichst schnell und vertikal in die Spitze.

Lakenmacher und Maglica fehlen

Kohfeldt staffelte seine Spieler häufiger auf einer Passlinie. Steil, klatsch und dann Tiefe suchen bei den Laufwegen. Ein bisschen mehr Punch und Durchschlagsvermögen können die Lilien gut gebrauchen nach dem 2:2 gegen Kiel sowie dem desillusionierenden Auftritt in Dresden (0:1). „Wir haben uns natürlich mehr Punkte erhofft“, sagte Mittelfeldspieler Carlo Sickinger hinterher in einer Medienrunde. „In der Abwehr haben wir es über weite Strecken gut gemacht, aber im Angriff passen die Abläufe noch nicht. Daran arbeiten wir.“

Sickinger selbst stand nach seinem Debüt für die Lilien noch nicht wieder auf dem Trainingsplatz am Vormittag. Er pausierte aus Gründen der Belastungssteuerung. Auch Fynn Lakenmacher (Adduktoren), Meldin Dreskovic (private Gründe) und Matej Maglica (Fußproblem) waren nicht dabei. Bei Letzterem gibt es noch keine neuen Entwicklungen hinsichtlich eines Vereinswechsels.

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Carlo Sickinger im Medientermin.


Carlo Sickinger im Medientermin.
Bild © hessenschau.de


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Sickinger verzichtet auf Bundesliga

Einer, der den Wechsel schon hinter sich hat, ist Sickinger. Besonders dabei: Er hat den Aufstieg der SV Elversberg von der Regionalliga mitgemacht und hätte sogar noch ein Jahr Vertrag im Saarland besessen, sprich in der Bundesliga spielen können. Doch zum einen war die Spielzeit des 29-Jährigen zuletzt äußerst übersichtlich geblieben, zum anderen fand er in Darmstadt den aus seiner Sicht richtigen Verein.

Die Lilien hätten ebenso wie Elversberg eine mutige Spielphilosophie, in die er gut hineinpasse. „Ich kann ein Spiel lesen und Struktur geben“, sagte Sickinger am Mittwoch. Bei seinen Schwächen sagte er mit einem Lächeln: „Der Schnellste werde ich nicht mehr.“ Man merkte schon, dass da ein lockerer Typ am Böllenfalltor aufgeschlagen ist.

Lockerer Zugang

„Direkt am Anfang gab es Witze auf meine Kosten, das fand ich schon mal sehr sympathisch und spricht für eine intakte Mannschaft“, meinte Sickinger, der aufgrund seiner Zeit in Kaiserslautern direkt mal den Spitznamen „Miro“ in Anlehnung an den deutschen Nationalspieler Klose verpasst bekam. Er ist schon gut angekommen in Hessen. Am Mittwoch rollt der Umzugswagen an. „Da geht es erst einmal ans Kisten auspacken.“

An- statt auspacken soll Sickinger nun auch bei den Lilien, nachdem Kai Klefisch die Gelb-Rote Karte gesehen hat. Am Sonntag wartet das Pokalspiel bei Carl-Zeiss Jena. „Pokal ist immer geil. Wir sind der Favorit, aber wir wollen irgendwann selbst der Underdog sein, wenn hier mal Bundesligisten ans Böllenfalltor kommen“, sagte Sickinger. Seine Augen leuchteten schon beim Gedanken an die „magischen Nächte“. Doch erstmal wusste er: „Jena wird auch kein Selbstläufer.“

Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/darmstadt-98/darmstadt-98-der-mini-klose-carlo-sickinger-und-die-neuen-ideen-im-angriff-v1,lilien-training-sickinger-100.html

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