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Nach Horror-Unfall mit acht Jugendlichen: Betroffenheit in Nidda ist groß

Nach Horror-Unfall mit acht Jugendlichen: Betroffenheit in Nidda ist groß

Nach einem Horror-Unfall mit acht Jugendlichen ist die Betroffenheit in Nidda groß. Zwei Teenager starben, mehrere Menschen wurden verletzt, darunter auch Baustellenarbeiter. In der Wetterau ist es bereits der zweite Unfall mit Jugendlichen am Steuer innerhalb weniger Tage.


Im Niddaer Ortsteil Ober-Lais verunglückten am 19. August acht Jugendliche.
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|Eva Roessler

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In der Wetterau sind viele Menschen fassungslos nach dem schweren Verkehrsunfall am vergangenen Mittwoch bei Nidda. Auf der Landesstraße zwischen den Ortsteilen Ober-Lais und Michelnau war ein mit acht Jugendlichen besetztes Auto auf einen Baustellenanhänger geprallt. Dieser wurde dadurch gegen einen abgestellten Lkw gedrückt, in dem zwei Arbeiter saßen.

Der 15 Jahre alte Fahrer des überfüllten Mazdas und eine 14 Jahre alte Mitfahrerin starben noch an der Unfallstelle. Die sechs weiteren Insassen wurden zum Teil schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Auch die beiden Baustellenarbeiter erlitten Verletzungen, einer von ihnen schwere.

Das Unfallauto gehörte nach Polizeiangaben dem Vater des Fahrers. Die sechs überlebenden Jugendlichen sind nach aktuellem Stand außer Lebensgefahr.

Kerzen und Luftballons für die Opfer

Vor Ort ist die Bestürzung groß. An der Unfallstelle haben Menschen Kerzen, Fotos und andere Erinnerungsstücke niedergelegt. Am Wochenende trafen sich zudem etwa 200 Angehörige und Freunde am Ortsrand von Nidda und ließen gemeinsam Luftballons steigen.

Auch die Stadtverwaltung brachte ihre Trauer zum Ausdruck. Man denke an die Unfallopfer, deren Familien sowie an die Ersthelfer, die vor Ort Schlimmes erlebt hätten.

Mittlerweile gibt es mehrere Spendenaufrufe zur Unterstützung der Familien der beiden Verstorbenen sowie für zwei der schwer verletzten Jugendlichen. Einer habe mehrere Knochenbrüche erlitten, ein anderer liege im Koma, heißt es in den Kampagnenbeschreibungen.

Ein demoliertes Auto steht hinter einem ebenfalls zerstörten Lkw-Anhänger


Das Unfallauto prallte in einen Baustellen-Lkw.
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Weiterer Unfall mit Jugendlichen in der Wetterau

Inzwischen wurde bekannt, dass sich in der Wetterau nur einen Tag zuvor ein weiterer Unfall mit Jugendlichen hinter dem Steuer ereignet hatte, der für die Beteiligten jedoch vergleichsweise glimpflich ausging.

Drei 14-Jährige hatten nach Polizeiangaben in Büdingen ein Auto gestohlen, mit dem sie dann vor einer Polizeistreife in Richtung Ortenberg-Selters flohen. Dabei kamen sie von der Fahrbahn ab und prallten erst gegen ein geparktes Auto, dann gegen eine Mauer.

Die Jugendlichen wurden leicht verletzt. Nach dem Unfall versuchten sie noch wegzurennen, wurden aber gefasst. Laut Polizei hatten sie zuvor den Autoschlüssel geklaut. Der Gesamtunfallschaden beläuft sich auf etwa 40.000 Euro.

Ermittlungen zu den Unfallumständen laufen

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelhessen komme es immer wieder vor, dass Minderjährige ohne Führerschein mit Autos unterwegs seien. Dass sich zwei derartige Fälle an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in nahe gelegenen Orten ereignet hätten, sei eher ungewöhnlich. Es könne sich aber auch um einen Zufall handeln.

Die genauen Umstände der Unfälle und ob möglicherweise ein Zusammenhang besteht, wird nach Polizeiangaben derzeit weiterhin untersucht. Sicher könne man bislang sagen, dass es sich in den beiden Fällen nicht um die selben Jugendlichen gehandelt habe.

Internet-Trend: Tödliche Unfälle in Irland und England

Nach dem tödlichen Unfall wurde im Internet schnell darüber spekuliert, ob möglicherweise virale Trends oder sogenannte TikTok-Challenges eine Rolle gespielt haben könnten. Tatsächlich kursieren auf unterschiedlichen Plattformen seit Jahren immer wieder Videos, die gefährliche Fahrmanöver zeigen oder sogar Anleitungen zum Autodiebstahl enthalten.

Vergangene Woche sorgten zudem Berichte aus Großbritannien und Irland für Schlagzeilen: Dort hatte es innerhalb einer Woche zwei schwere Unfälle gegeben, die von Jugendlichen verursacht wurden. Dabei kamen insgesamt zwölf Menschen ums Leben, darunter zwei Polizisten.

Der britische Guardian sprach von einem „makabren Trend“ auf TikTok, der die Jugendlichen möglicherweise zu Geisterfahrten motiviert habe. Teilweise sollen sich die Beteiligten während illegaler Fahrten selbst gefilmt haben.

Dafür, dass bei den hiesigen Fällen Internet-Trends eine Rolle gespielt haben, gibt es laut Polizei bislang keine Hinweise.

Seelsorge für Einsatzkräfte und Mitschüler

Insgesamt waren bei dem Unfall in Nidda rund 100 Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei vor Ort. Mehrere Rettungswagen und Hubschrauber kamen zum Einsatz.

Für die beteiligten Einsatzkräfte richtete die Polizei in einem Feuerwehrhaus eine Betreuungsstelle zur Notfallseelsorge ein. Das Staatliche Schulamt des Wetteraukreises stellte zudem in den Tagen nach dem Unfall psychologische Hilfsangebote für Mitschülerinnen und Mitschüler der Verstorbenen und Verletzten bereit.

Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/nach-horror-unfall-mit-acht-jugendlichen-betroffenheit-in-nidda-ist-gross-v1,unfall-nidda-jugendliche-100.html

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