Eintracht Frankfurt reagiert auf das anhaltende Chaos im Tor und schnappt sich Keeper Noah Atubolu vom SC Freiburg. Der 24-Jährige kommt auf Leihbasis, soll aber langfristig bleiben.
Noah Atubolu ist neuer Keeper der Frankfurter Eintracht
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Die nicht enden wollenden Diskussionen über die richtige Besetzung der Torhüter-Position bei Eintracht Frankfurt sind seit diesem Freitag erst einmal Geschichte. Die Frage, ob Kaua Santos oder Michael Zetterer auf Dauer das Vertrauen erhält, stellt sich nicht mehr. Die Antwort auf die anhaltenden Probleme zwischen den Pfosten heißt Noah Atubolu. Der Keeper wechselt auf Leihbasis vom SC Freiburg zur Eintracht, das teilten die Hessen offiziell mit.
Atubolu hatte seinen Vertrag beim Sport-Club in dieser Woche verlängert, um ein Leihgeschäft zu ermöglichen. Der Deal beinhaltet eine Kaufoption nach der kommenden Saison, die unter gewissen Vorraussetzungen zu einer Kaufpflicht wird. Nach hr-Sport-Informationen liegt diese in Höhe von 13 Millionen Euro. So oder so: ein sehr guter Transfer für die Hessen. „Mit Noah Atubolu gewinnen wir einen starken, ambitionierten und zugleich bereits sehr erfahrenen Torhüter hinzu. Er bringt großes Potenzial, viel Mentalität und die nötige Qualität mit, um unserer Mannschaft wichtige Impulse zu geben. Wir sind überzeugt, dass Noah bei uns den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen und uns sportlich verstärken wird“, sagte Sportvorstand Markus Krösche.
Trainer Adi Hütter hatte sich zuvor schon auf der Pressekonferenz vor dem ersten Bundesliga-Spiel der Saison sehr angetan über den Transfer geäußert. „Er ist ein aufstrebender junger Torwart mit vielen Stärken“, betonte der Österreicher. „Wir haben ihn als Nummer eins geholt.“
Santos und Zetterer außen vor
Atubolu, der am Donnerstag den Medizincheck bei den Hessen absolvierte, könnte damit schon am Samstag (15.30 Uhr) beim Bundesliga-Auftakt bei Union Berlin seine Premiere im Dress der Eintracht feiern. „Wir warten noch das Abschlusstraining ab, dann werde ich entscheiden, wer mit nach Berlin fliegt“, so Hütter. Santos, der noch im DFB-Pokal im Tor gestanden hatte, bleibt fortan nur noch der Platz auf der Bank. Die Aussichten für Zetterer sind noch düsterer. Wie es mit dem Duo weitergeht, ist derzeit offen. Zetterer wird mit einem Wechsel zu Leeds United in Verbindung gebracht.
Die Eintracht reagiert damit kurz vor dem Ende der Transferphase auf ein Problem, das schon länger bestand, auch Trainer Adi Hütter soll sich frühzeitig für einen neuen Torhüter ausgesprochen haben. Spätestens seit Santos‘ Patzer beim 0:7-Testspiel-Debakel in Brentford nahmen die Bemühungen um Atubolu Fahrt auf. „Santos hat uns zum Zweifeln gebracht“, bestätigte Hütter. „Wir haben uns deshalb entschieden, Atubolu zu holen.“
Der frühere Junioren-Nationalspieler wollte ursprünglich nach England wechseln. Da sich diese Möglichkeit zerschlug, Freiburg mit Mio Backhaus aber bereits einen Nachfolger verpflichtet hatte, ergab sich die Chance eines Wechsels nach Frankfurt. „Ich bin sehr froh, hier zu sein, und kann es kaum erwarten, bei Eintracht Frankfurt loszulegen. Ich kenne die Stadt, den Klub und das Stadion und habe die Spiele hier immer als etwas Besonderes erlebt. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung“, so Atubolu.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/wechsel-fix-atubolu-wird-neue-nummer-eins-von-eintracht-frankfurt-v1,eintracht-atubolu-fix-100.html


