Politik

Nach Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Tausende demonstrieren in Frankfurt

Nach Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Tausende demonstrieren in Frankfurt

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD laut Hochrechnungen so viele Stimmen bekommen wie noch nie. Auf dem Römer in Frankfurt sammelten sich tausende Menschen zum friedlichen Protest. Reaktionen auf die Wahl gab es auch aus Hessens Landespolitik.


Der Römer füllte sich kurz nach der ersten Wahlprognose in Sachsen-Anhalt mit Demonstrierenden.
Bild © hr/Lara Karbalaie


Videobeitrag

hs

Bild © hr


Ende des Videobeitrags

Laut Polizeiangaben haben sich auf dem Frankfurter Römerberg am frühen Abend rund 2.000 Menschen versammelt, um gemeinsam die ersten Prognosen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu verfolgen und gegen die AfD zu demonstrieren.

Die Veranstalter sprachen von 2.500 Teilnehmenden. Nach einer Kundgebung unter dem Motto „Rechtsextremismus raus aus unseren Parlamenten“ ging ein Demozug durch die Innenstadt.

Weitere Informationen

Nach ersten Hochrechnungen liegt die AfD bei der Wahl mit weitem Abstand vorne. Der Landesverband ist vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Aktuelle Informationen finden Sie bei tagesschau.de.

Ende der weiteren Informationen

Zwischen Erschrecken und Solidarität

Aufgerufen zu der Demonstration hatten unter anderem Gewerkschaften. Vorab hatten die Veranstalter erklärt, es gehe ihnen auch darum, „den Menschen die Möglichkeit zu geben, auf die vermutlich erschreckenden Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt zu reagieren und ihre Gefühle und Gedanken zu äußern.“

Vor Ort erklärten viele Teilnehmende, sie seien gekommen, um ein Zeichen gegen die AfD zu setzen und sich mit Menschen in Sachsen-Anhalt solidarisch zu zeigen.

Videobeitrag


Video

00:42 Min.
|hessenschau.de


Demo gegen rechts in Frankfurt

Die Veranstalter sprachen von 2.500 Teilnehmenden. Nach einer Kundgebung unter dem Motto "Rechtsextremismus raus aus unseren Parlamenten" ging ein Demozug durch die Innenstadt.

Ende des Videobeitrags

Peter Fischer: „Hatten das schonmal 1933“

Als Redner äußerte sich unter anderem der ehemalige Eintracht-Präsident Peter Fischer. „Wir hatten das schonmal 1933, und genau die selbe Methodik erleben wir jetzt hier wieder“, sagte er. Mit lauter Lügen werde die Wahrheit verdreht. „Wer da nicht auf die Straße geht und wer da nicht wach wird, dem kann ich wirklich nicht mehr helfen.“

Reaktionen auch aus der Landespolitik

Auch aus der hessischen Landespolitik folgten am Abend die ersten Reaktionen auf die Wahl in Sachsen-Anhalt. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein dankte seinem dortigen Amts- und Parteikollegen Sven Schulze von der CDU für einen „unglaublich harten Wahlkampf“. Nun gehe es darum, „mit dem Votum der Wähler verantwortungsvoll umzugehen“, schrieb Rhein auf der Plattform X.

Von einem „schwarzen Tag“ und einer „Zäsur für die Erfolgsgeschichte unseres Grundgesetzes und der Bundesrepublik“ sprach Sören Bartol, der Landesvorsitzende der SPD Hessen. Das Ergebnis der demokratischen Wahl sei anzuerkennen, doch man werde „keinen Moment akzeptieren, dass Rechtsextremismus die Geschicke unseres Landes bestimmt“, so Bartol.

Die AfD Hessen teilte zu den ersten Prognosen aus Sachsen-Anhalt mit, es sei ein „grandioser Erfolg für uns als AfD“. Der Osten Deutschlands bilde „die politische Avantgarde und der Westen wird folgen“, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung der Landeschefs Robert Lambrou und Andreas Lichert.

Quelle: https://www.hessenschau.de/politik/nach-landtagswahl-in-sachsen-anhalt-tausende-demonstrieren-in-frankfurt-v2,reax-sachsen-anhalt-100.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert