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Was koche ich heute? App kreiert Rezepte aus Supermarkt-Angeboten

Was koche ich heute? App kreiert Rezepte aus Supermarkt-Angeboten

Lecker essen und dabei sparen – das soll eine App ermöglichen, die ein Informatiker aus Südhessen entwickelt hat. Eine Künstliche Intelligenz erstellt aus Supermarkt-Sonderangeboten Kochrezepte. Hier und da hakt es aber noch.

Es ist die immer wiederkehrende Frage, die sich nicht nur Singles stellen: Was koche ich bloß? Lecker soll es sein, abwechslungsreich, auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten und – möglichst günstig.

Genau das verspricht eine neue App aus Südhessen. „Sparchef“ scannt aktuelle Sonderangebote mehrerer Supermarktketten und kreiert daraus mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) individuelle Kochrezepte, die obendrein noch sparen helfen sollen.

Idee „aus der Not geboren“

Entwickelt hat das Ganze Christian Busch aus Groß-Zimmern (Darmstadt-Dieburg). „Es war eigentlich aus der Not geboren“, erzählt der Informatiker im Gespräch mit der hessenschau. Seine Lebensgefährtin und er kochten immer sonntags zwei Gerichte zu mehreren Portionen. Die gab es dann eine Woche lang im Wechsel.

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|Uwe Gerritz (hessenschau.de)

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„Irgendwann wiederholen die sich auf Dauer und das kann es ja auf lange Sicht nicht sein.“ Und so kam der 38-Jährige auf die Idee mit der KI, die selbst kostengünstige Rezepte generiert. Der Vielfalt sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Persönliche Präferenzen werden berücksichtigt

So funktioniert es: Nach der Kontoerstellung wählt man in der App auf einer Karte die Märkte aus, in denen man am häufigsten einkauft. Zudem hat man die Möglichkeit, eine Reihe von Vorgaben zu machen – Ausschluss bestimmter Allergene, Ernährungsform, Länderküche oder Schwierigkeitsgrad beim Kochen.

„Sparchef“ erstellt dann per KI bis zu zehn Rezepte aus Zutaten, die in den ausgewählten Märkten aktuell im Sonderangebot sind – inklusive Preisangaben, Einkaufsliste, Kochanleitung und appetitanregendem Foto, ebenfalls KI-erstellt.

Wischen wie beim Dating

Die Rezepte kann man dann je nach Gefallen wie bei einer Dating-App nach links oder rechts wischen, das heißt sie werden verworfen oder gespeichert, so lange die Sonderangebote gelten. In der kostenlosen Version hat man allerdings nur zwei dieser sogenannten Sparpicks pro Woche frei. Außerdem muss man mit nervigen Werbespots leben.

Rezepte-Apps zum Swipen gibt es zwar schon, so aber noch nicht, findet Busch. „Die App dreht den Spieß um“, betont er das Innovative an seiner Entwicklung. „Sie sagt nicht, hier hast du eine Auswahl von Rezepten, such dir eins aus und geh‘ einkaufen. Wir fragen: Wo gehst du einkaufen, und dann erstellen wir Rezepte, die auch jede Woche neu sind.“

Erste Version mit Kinderkrankheiten

Wirklich intuitiv wirkt das Ganze beim ersten Selbsttest noch nicht. Man muss zunächst einmal ein bisschen durch die Möglichkeiten tappen. Mit der Zeit lernt man, was wie funktioniert. „Als Entwickler denkt man, eigentlich müsste es intuitiv sein“, sagt Busch. Dies sei eine der Baustellen, die er noch verbessern wolle.

Andere Probleme konnte er bereits beheben. So wurden für manche Rezepte zunächst zu hohe Preise pro Portion ausgewiesen, da etwa für ein Pastagericht der Preis für eine Flasche Olivenöl oder ein 2,5-Kilo-Paket Nudeln aus dem Sonderangebot zugrundegelegt wurde. Hier arbeitet die App inzwischen genauer.

Updates sollen Verbesserungen bringen

„Das ist natürlich alles noch nicht vollständig“, sagt Busch. „Aber für drei Monate Entwicklungszeit und jetzt Bugfixing, war das für mich so vertretbar.“ In den kommenden Updates, so hofft er, sollen solche Kinderkrankheiten ausgemerzt werden.


App-Entwickler und Gründer Christian Busch.
Bild © privat


Außerdem sind weitere Verbesserungen geplant. So sollen auch kleine, lokale Anbieter ihre Angebote platzieren können. Zudem sollen Eigenmarken der großen Ketten berücksichtigt werden, die bislang in den Sonderangeboten nicht auftauchen.

Entwickler verspricht bis zu 20 Prozent Ersparnis

Nichtsdestotrotz kann die App schon jetzt vielen Hungrigen eine gute Orientierung bei der Essensplanung und dem Kochen geben, auch in der Basisversion. Busch geht sogar davon aus, dass seine App beim Lebensmitteleinkauf eine Ersparnis von bis zu 20 Prozent bringt.

Verfügbar ist „Sparchef“ im App Store für Iphones und im Google Play Store. Geld verdient der Entwickler damit nach eigenen Angaben bislang nicht. Mit der Werbung und den kostenpflichtigen Abos für knapp drei Euro im Monat will er vorerst die Kosten decken. „Das ist ja bei allen Start-Ups am Anfang so“, sagt er.

Laut Busch haben sich bislang rund 2.200 User registriert. Mit der Resonanz ist der Gründer jedenfalls zufrieden. „Im letzten Monat hat sich gezeigt, die Leute finden es super.“

Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/was-koche-ich-heute-app-kreiert-rezepte-aus-supermarkt-angeboten-v1,sparchef-100.html

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