In insgesamt neun hessischen Städten und Gemeinden werden am Sonntag Bürgermeister gewählt. Dabei werden unter anderem in Gemünden, Wesertal und Kalbach neue Amtsinhaber gesucht.
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00:35 Min.|Mike Nowak
Bürgermeisterwahlen in Hessen: In neun hessischen Gemeinden und Städten können die Bürgerinnen und Bürger am Sonntag ihr Kreuzchen machen. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr.
In Gemünden (Wohra) geht Ende des Jahres eine Ära zu Ende. Nach dann 18 Jahren an der Spitze der Gemeinde wird Frank Gleim (unabhängig) das Zepter an seinen Nachfolger übergeben. Möglicherweise aber auch an eine Nachfolgerin.
Denn mit Katharina Tils tritt auch eine Frau zur Wahl am Sonntag an. Die CDU-Politikerin ist aktuell erste Stadträtin in Gemünden (Waldeck-Frankenberg) und konkurriert mit dem parteiunabhängigen Jens Trümner um den Posten.
Turrey gibt Amt in Wesertal ab
Auch in Wesertal wird es einen neuen Bürgermeister geben. Cornelius Turrey wird für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Der SPD-Mann war der erste Bürgermeister von Wesertal (Kassel) nach der vollzogenen Fusion der Gemeinden Oberweser und Wahlsburg vor sechs Jahren.
Mit den beiden parteiunabhängigen Lukas Honemann und Helge Mattern sowie Thorsten Schminke (SPD) gehen am Sonntag drei Kandidaten ins Rennen.
Spannender Zweikampf in Kalbach
Spannung verspricht die Wahl auch in Kalbach (Fulda). In der 6.450 Einwohner zählenden Gemeinde wird Amtsinhaber Mark Bagus von Marcel Kister (beide unabhängig) herausgefordert.
Der Zweikampf hat insofern eine gewisse Brisanz, weil Kister aktuell Kämmerer der Gemeinde ist, also Bagus untersteht. Der Herausforderer wurde im Wahlkampf von der CDU unterstützt, Bagus von der SPD.
In Freiensteinau (Vogelsberg) können die Bürgerinnen und Bürgerinnen ebenfalls zwischen zwei Kandidaten auswählen. Holger Frischkorn, langjähriges SPD-Mitglied, bewirbt sich als unabhängiger Kandidat. Er duelliert sich mit dem parteilosen Christian Kloss um die Nachfolge von Sascha Spielberger.
Der langjährige Ratshauschef Spielberger (unabhängig) hatte im Frühjahr überraschend seinen Rückzug angekündigt, nach zwei Amtszeiten nicht nochmal kandidieren zu wollen.
Liederbachs langjährige Ratshauchefin tritt ab
Einen Zweikampf um den Chefsessel erlebt auch Walluf. In der Rheingau-Taunus-Gemeinde strebt der parteilose Nikolaos Stavridis seine zweite Amtszeit an. Im Vorfeld haben unter anderem SPD und FDP eine Wahlempfehlung pro Stavridis ausgesprochen. Seine Wiederwahl verhindern möchte der unabhängige Kandidat Hubertus Krahner.
In Liederbach heißt es Abschied nehmen von Eva Söllner. Die CDU-Frau führte 18 Jahre lange die Geschicke im Main-Taunus-Städtchen. Ihr Nachfolger steht quasi schon in den Startlöchern: Parteikollege Dirk Büttner ist nämlich einziger Bewerber.
Niederaula, Hofgeismar und Schaafheim ohne Gegenkandidaten
Noch keine Lust abzutreten hat Thomas Rohrbach in Niederlaula (Hersfeld-Rotenburg). Rohrbach ist schon seit 2009 parteiloser Bürgermeister der 5.200-Einwohner-Gemeinde – und wird es sehr wahrscheinlich auch bleiben. Denn es gibt keinen Mitbewerber.
Das ist auch der Fall in Hofgeismar (Kassel). Dort möchte Amtsinhaber Torben Busse (CDU) bei der Wahl am Sonntag ohne Gegenkandidaten ein persönlich gutes Ergebnis einfahren.
Busses Parteikollege Daniel Rauschenberger muss sich in Schaafheim (Darmstadt-Dieburg) ebenfalls keiner Konkurrenz erwehren. Sollte es mit der Wiederwahl klappen, wäre es auch für Rauschenberger die zweite Amtszeit.
Quelle: https://www.hessenschau.de/politik/neun-hessische-staedte-und-gemeinden-waehlen-buergermeister-v1,direktwahlen-sonntag-102.html



