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Eintracht Frankfurt Frauen in Mainz: Premiere ohne Hassgesänge

Eintracht Frankfurt Frauen in Mainz: Premiere ohne Hassgesänge

Zum ersten Mal stehen sich die Frauenteams von Eintracht Frankfurt und Mainz 05 in einem Pflichtspiel gegenüber. Vor der Partie sind die sportlichen Vorzeichen klar. Ein Fan-Aufruf ist allerdings bemerkenswert.


Paulina Krumbiegel und Laura Freigang wollen auch in Mainz Spaß haben.
Bild © IMAGO / HMB-Media


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00:36 Min.
||Simon Schäfer

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„Wir übernehmen keine Konflikte oder historisch gewachsene Rivalitäten, nur weil es sie im Männerfußball gibt.“ Dieses klare Statement gab es in dieser Woche von der Nutria Bande, die bei den Eintracht Frankfurt Frauen im Stadion für den Support sorgt. Anlass ist ein Spiel, das bei den Männern gerade erst wieder viele Emotionen geweckt hat: Die Eintracht spielt am Freitag (18.30 Uhr) bei Mainz 05.

Es ist das erste Mal, dass die Frauenteams beider Vereine in einem Pflichtspiel aufeinandertreffen – der FSV Mainz 05 ist im Sommer in die Bundesliga aufgestiegen. Die Favoritenrolle liegt klar bei den Frankfurterinnen, die aus den ersten vier Bundesliga-Spielen zehn Punkte holen konnten. Die Mainzerinnen haben mit keinem einzigen Zähler und einer Tordifferenz von 1:11 einen Saisonstart zum Vergessen hingelegt.

Mehr Feuer, aber kein Hass

„Wenn du sie spielen lässt, können sie eine Menge Torchancen kreieren. Es ist kein Spaziergang, auch wenn die Tabellensituation so aussieht“, warnte Eintracht-Trainer Niko Arnautis dennoch vor Mainz 05. Aber: „Wir freuen uns auf das Spiel, auf die Stimmung, auf das Stadion. Wir sind bereit.“ Bei einem solchen Nachbarschaftsduell sei „mehr Feuer“ drin, ergänzte der Coach. „Es ist natürlich eine gewisse Schärfe dabei.“

Allerdings: So scharf wie bei den Spielen der Männerteams, wo immer wieder Hassgesänge gegen das gegnerische Team zu vernehmen sind, soll es dann doch nicht werden. „Grundsätzlich gilt bei uns: Der Fokus liegt immer auf dem Support des eigenen Vereins, nicht auf dem Niedermachen der Gegner*innen“, schrieb die Nutria Bande in ihrem Aufruf. „Im Frauenfußball leben wir unsere eigene Fankultur, unsere eigenen Freundschaften und sportlichen Rivalitäten.“

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Zwei andere Wettbewerbe warten

Nach der Partie in Mainz geht es für die Eintracht Frankfurt Frauen in zwei anderem Wettbewerben um das Weiterkommen: Am kommenden Mittwoch (18 Uhr) tritt das Team im Europa Cup bei Hafnarfjördur auf Island an, eine Woche später steigt das Rückspiel in Frankfurt. Dazwischen bekommen es die Frankfurterinnen im DFB-Pokal auswärts mit dem Karlsruher SC aus der Regionalliga zu tun (27. September, 14 Uhr).

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Eintracht erwartet gut gefüllten Auswärtsblock

Die Partie gegen die Mainzerinnen sei „eine völlig neutrale Begegnung ohne Vorgeschichte“ – eben weil sich beide Teams bislang nur in Testspielen gegenüber standen. Die Kulisse beim Spiel, das im selben Stadion ausgetragen wird, in dem sich vor knapp einer Woche die Männer duelliert hatten, dürfte vor allem aus hessischer Sicht stattlich werden. „Ich erwarte eine gute Stimmung. Ich weiß gar nicht, ob wir schon mal vor so einem großen Auswärtsblock gespielt haben“, freute sich Arnautis.

Deshalb war die Nutria Bande vor allem auch darauf bedacht, mit ihrem Aufruf Neulinge zu erreichen. „Für alle, die vielleicht wegen der kurzen Distanz zum ersten Mal bei den Frauen auswärts dabei sind: Wenn ihr die Eintracht nach vorne singen wollt, seid ihr herzlich willkommen im Gästeblock“, hieß es. Und: „Wer zu dem Spiel geht, um etwas aus dem Männerfußball auszutragen, ist ganz einfach beim falschen Spiel.“

Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt-frauen/eintracht-frankfurt-frauen-in-mainz-premiere-ohne-hassgesaenge-v1,eintracht-mainz-178.html

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