Jürgen Klopp nominiert bei seinem XXL-Kader für die Länderspiele auch drei Frankfurter. Bei einem kommt er regelrecht ins Schwärmen. Doch wie stehen die Chancen der drei?
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Younes Ebnoutalib
„Wo haben die den denn her?!“ So lautete die staunende Anerkennung von Jürgen Klopp, als er zufällig das erste Spiel von Ebnoutalib für die Eintracht gegen Dortmund verfolgte. Man erinnere sich: Damals drehte der Neuzugang auf, hatte mehrere Chancen und traf zum zwischenzeitlichen 2:2. In der Folge glich die Geschichte des Stürmers einer Achterbahnfahrt. Klopp aber geriet trotz des (aktuellen) Bankplatzes für Ebnoutalib ins Schwärmen.
Es habe, so Klopp, bei dieser Personalie intern keine Diskussion gegeben, sondern: „Da haben alle gesagt: ‚Ja, müssen wir machen.‘ Seine Art zu spielen, seine Bereitschaft, seine Schlauheit, immer da zu sein. Er ist ein sehr großes Talent, das mit 23 Jahren schon viel gesehen hat.“ Der Leak, als Ebnoutalib im Einkaufszentrum seine Nominierung mehr oder weniger verriet, sei der schönste gewesen. Der Bundestrainer ist Ebnoutalib-Fan.
Prognose: Bei den verschiedenen Kadern steht Ebnoutalib im ersten, also dem der eingespielten Formation. Kai Havertz dürfte darin gesetzt sein, doch der könne auch – so Klopp – auf die rechte Seite ausweichen. Als Mittelstürmer dürfte Ebnoutalib mindestens eingewechselt werden. Wir tippen: Ein Spiel macht er von Anfang an.
Jonathan Burkardt
Nein, er wollte die beiden Frankfurter nicht auseinanderreißen, betonte Jürgen Klopp. Aber Ebnoutalib gehört dem ersten Kader an, Jonathan Burkardt dem zweiten. „Er ist ein herausragender Stürmer. Ohne seine Verletzungen würden wir darüber alle nicht diskutieren“, sagte Klopp zu Burkardt. Für ihn gilt das Gleiche wie für Ebnoutalib: Er ist der Herausforderer gegen den etablierten zweiten Stürmer, namentlich Nick Woltemade, der unter der Woche im Europapokal für Juventus bei seinem Debüt getroffen hat.
Für Burkardt ist es aber schon ein gutes Zeichen, dass er statt Deniz Undav (der auch mit Verletzungen zu kämpfen hat) oder Niclas Füllkrug nominiert wurde und allein durch seine Laufbereitschaft im Pressing gute Karten haben könnte.
Prognose: In beiden Spielen wird Deutschland wohl eher auf eine massierte Abwehr treffen (zu Hause gegen Serbien und in Griechenland), von daher dürften die Chancen für Burkardt auf einen Einsatz sehr gut stehen. Wir tippen: Burkardt erzielt mindestens einen Treffer.
Noah Atubolu
Klopps Marschroute im Tor ist klar: Ein Erfahrener mit Marc-André ter Stegen teilt sich die Plätze mit den Jungspunden. Ter Stegen soll im Moment die Nummer eins sein, große Stücke hält Klopp auf den Augsburger Finn Dahmen, der in beiden Kadern auftaucht. Jonas Urbig und Alexander Nübel als WM-Fahrer dürften im Ranking noch vor Atubolu liegen. Für den Neu-Frankfurter wird es darum gehen, Erfahrungen beim Lehrgang zu sammeln. Wer weiß: Nach dem verloreren Elfmeterschießen gegen Paraguay könnten ja der Ruf als „Elfer-Killer“ irgendwann wieder beim DFB gefragt sein.
Prognose: Atubolu muss noch bis mindestens 2027 auf sein Debüt für die A-Nationalmannschaft warten.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/ebnoutalib-burkardt-atubolo-so-stehen-die-chancen-des-eintracht-trios-bei-juergen-klopp-v1,klopp-trio-100.html


