Eintracht Frankfurt geht mit Rückenwind ins Spiel gegen den SC Freiburg. Die Stimmung trübt nur die Verletzung von Jeremiaha Maluze. Dessen Aufall könnte aber ausgerechnet Neu-Nationalspieler Younes Ebnoutalib zum Startelf-Comeback verhelfen.
Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib im Training
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Die roten Trainings-Dummys konnten einem am Donnerstag wirklich leidtun. Mit genauen, scharfen Pässen nahmen die Profis von Eintracht Frankfurt den Abwehrverbund der in den Boden gesteckten Gegner auseinander. Von der Innenverteidigung nach außen, zurück in die Mitte, klatschen lassen, Pass auf die außen, Flanke, Tor. Keine Chance also für die roten Männchen, die zugegeben ein recht statisches Spiel ablieferten. Eintracht-Trainer Adi Hütter lobte seine Mannschaft dennoch auffallend oft.
Die Laune beim Training der Eintracht am Donnerstag war bestens. Eine kurze Einheit nur, kaum eine Stunde lang, aber bei den Spielformen war Zug drin, beim anschließenden Torschusstraining wurde ordentlich geflachst. Gejohle, als Ayoube Amaimouni einen Ball 20 Meter über das Tor drosch, Geraune, als Noah Atubolu einen Ball von Can Uzun aus dem Winkel fischte. Ein bisschen Spaß muss schließlich sein, und wenn die Arbeit nicht darunter leidet …
Hütter: „Ich freue mich riesig“
Zumal es für gute Laune ja aktuell auch genug Grund bei der Eintracht gibt. Das 3:1 gegen Mainz kann getrost als Stimmungsumschwung gewertet werden, wenngleich dessen Halbwertszeit sich erst noch erweisen muss. Und mit Younes Ebnoutalib, Jonny Burkardt und Noah Atubolu stellt die Eintracht drei Profis im XXL-Kader von Neu-Nationaltrainer Jürgen Klopp für die anstehenden Nations-League-Spiele. „Ich freue mich mich riesig, dass wir drei Spieler bei der deutschen A-Nationalmannschaft dabei haben. Die drei Jungs freuen sich wahrscheinlich am allermeisten. Wenn man ihnen in die Augen schaut, sieht man das Leuchten“, sagte Trainer Adi Hütter nach dem Training auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr).
Im Training zeigte sich Atubolu gewohnt stark, Ebnoutalib und Burkardt im Torabschluss treffsicher. Insbesondere Ebnoutalibs Geschichte ist dabei außergewöhnlich. Vor zwei Jahren noch in der Regionalliga unterwegs, wechselte der 23-Jährige nach einem guten Zweitliga-Jahr für Elversberg zur Eintracht, um dann im ersten Spiel zu treffen – und sich direkt zu verletzen. In die neue Saison startete Ebnoutalib furios, traf dreimal in zwei Spielen, wurde dann aber Opfer der Systemumstellung Hütters, der in Mainz die Defensive auf Kosten eines Offensivspielers stärkte. „Ich habe mit beiden Stürmern gesprochen. Einer musste in den sauren Apfel beißen, diesmal war es Younes“, so Hütter.
Klopp: „Er ist ein sehr großes Talent“
Eine logische, wenngleich bittere Entscheidung. Die an Ebnoutalibs Achterbahn-Wochen aber gar nicht viel änderte. Am Donnerstag nun wurde Ebnoutalib erstmals für die deutsche Nationalmannschaft berufen, überbordendes Lob von Nationaltrainer Jürgen Klopp inklusive. „Bei ihm gab es gar keine Diskussion. Da haben alle gesagt: ‚Ja, müssen wir machen.‘ Seine Art zu spielen, seine Bereitschaft, scheine Schlauheit, immer da zu sein. Er ist ein sehr großes Talent.“
Fragt sich nur, ob er dieses Talent gegen Freiburg wieder von Anfang an zeigen kann. „Wir müssen in der Grundordnung flexibel sein“, blieb Hütter bei der Systemfrage im Allgemeinen. Logisch wäre nach dem Sieg in Mainz und dessen souveränen Zustandekommen, wenn Hütter an der Dreierkette festhielte. Nun aber fällt mit Jeremiaha Maluze ein Innenverteidiger aus, der es in zwei der drei ersten Saisonspiele auf dem Platz stand und „eine tadellose Leistung“ zeigte, so Hütter.
Für den wiedergenesenen Nnamdi Collins kommt ein Einsatz indes möglicherweise zu früh, „wir dürfen nicht vergessen, dass er einige Wochen ausgefallen ist“, sagte Hütter. Der Leistungsstand von Neuzugang Otavio ist derweil schwer einzuschätzen, auch wenn Hütter ihn als „Möglichkeit“ bezeichnete. Weshalb Hütter dann doch wieder zur Viererkette greifen könnte. Mit Burkardt und Ebnoutalib in der Doppelspitze?
Hütter: „Haben die Qualität, dem Gegner weh zu tun“
Nichts genaues weiß man nicht. Immerhin mehren sich Hütters Optionen in der Offensive wieder, Ansgar Knauff wirkte im Training fröhlich mit und dürfte zumindest auf der Bank sitzen. Auch Ritsu Doan ist nach Erkältung einsatzbereit. Er dürfte gegen den SC Freiburg starten, den aktuellen Tabellenführer der Liga, vor dem Hütter warnte: „Sie haben klare Abläufe mit und gegen den Ball. Sie sind eine laufstarke Mannschaft, die nach Ballverlust sehr gut verteidigt und schwer zu knacken ist, wenn wir zu langsam agieren.“
Es wird also schon ein bisschen mehr Gegenwehr geben als von den roten Trainingsdummys. Aber angst und bange muss der Eintracht auch nicht sein. „Wenn wir schnell genug spielen, dann haben wir die Qualität, dem Gegner wehtun zu können. Auch wir gehen mit einem Sieg im Rücken ins Spiel, wir freuen uns darauf“, so Hütter.
So könnte die Eintracht spielen:

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Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-vor-dem-freiburg-spiel-nationalspieler-verletzungssorgen-und-die-erneute-systemfrage-v1,eintracht-vor-scc-100.html



