Der armenische Premierminister Nikol Pashinyan hat im Landtag den Hessischen Friedenspreis erhalten. Der ehemalige Journalist habe den Mut, schwierige Entscheidungen zu treffen, hieß es.
Nikol Pashinyan
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00:52 Min. |Nicholas Buschschlüter
Der armenische Premierminister Nikol Pashinyan ist an diesem Freitag bei einem Festakt im Landtag in Wiesbaden mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet worden. Der 51-Jährige bekam die Auszeichnung für seine Friedensbemühungen im südlichen Kaukasus.
Serap Güler (CDU), Staatsministerin im Auswärtigen Amt, betonte, dass Pashinyan, als Aserbaidschan die umstrittene Region Bergkarabach unter seine vollständige Kontrolle brachte, auf Diplomatie statt auf Konfrontation gesetzt habe. Und das, obwohl viele Armenier ihre Heimat verloren hätten.
Der 51 Jahre alte ehemalige Journalist hatte weitreichende Zugeständnisse an Aserbaidschan gemacht.
Pashinyan Anführer der „Samtenen Revolution“
Umweltminister Ingmar Jung (CDU) lobte zudem den Mut Pashinyans, schwierige Entscheidungen zu treffen.
Der heutige Premierminister Armeniens war 2018 einer der Anführer der sogenannten Samtenen Revolution. Bei den überwiegend friedlichen Massenprotesten demonstrierten zehntausende Menschen gegen die damalige Regierung. Das führte zum Rücktritt des damaligen Premierministers. Im Anschluss wurde Pashinyan demokratisch ins Amt gewählt. Bei den Parlamentswahlen im Juni dieses Jahres wurde seine Partei stärkste Kraft.
Preis mit 25.000 Euro dotiert
Der Hessische Friedenspreis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird von der Albert-Osswald-Stiftung vergeben. Die Stiftung ist benannt nach dem ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten von der SPD, der ihn 1993 begründete. Mit dem Preis werden Menschen geehrt, die sich um Völkerverständigung und Frieden verdient gemacht haben.
Im vergangenen Jahr ging der Hessische Friedenspreis an die kolumbianische Umweltaktivistin Jani Silva.
Quelle: https://www.hessenschau.de/politik/hessischer-friedenspreis-an-nikol-pashinyan-im-landtag-ueberreicht-v1,friedenspreis-pashinyan-100.html



