Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care aus Bad Homburg ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Eigenen Angaben zufolge sind mehrere interne Systeme betroffen.

Die Fresenius-Konzernzentrale in Bad Homburg
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00:47 Min.|Roman Warschauer
Unbefugte hätten sich Zugang zu einer begrenzten Anzahl interner Systeme verschafft, teilte der Bad Homburger Dialysespezialist Fresenius Medical Care mit. Medizinische Geräte oder die Versorgung von Patienten seien durch den Cyberangriff nicht betroffen. Auch die Produktion und der Geschäftsbetrieb könnten normal weiterlaufen, hieß es in der Mitteilung vom Dienstag.
Ob Daten abgegriffen wurden, ist unbekannt. Auch machte das Unternehmen keine Angaben zur Höhe des Schadens.
Behörden eingeschaltet
Nach dem Bekanntwerden des Angriffs habe man unter anderem Cybersicherheitsexperten hinzugezogen. Zudem arbeite man eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen.
Seit Jahren werden immer häufiger Unternehmen, aber auch öffentliche Einrichtung Opfer von Hackerattacken. Etwa die Uniklinik Frankfurt oder das Stadttheater Gießen waren bereits Ziel von Cyberkriminellen.
Über 200 Milliarden Euro Schaden für deutsche Wirtschaft
Einem aktuellen Bericht des Digitalverbands Bitkom zufolge beträgt der jährliche Gesamtschaden für die deutsche Wirtschaft durch Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage mindestens 211 Milliarden Euro. Die wichtigste Tätergruppe bleibe dabei die Organisierte Kriminalität.
Allerdings gehen Angriffe auf Firmen auch zunehmend auf das Konto ausländischer Geheimdienste, vor allem aus China und Russland. Mehr als jedes dritte betroffene Unternehmen konnte in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine Attacke einem staatlichen Akteur zuordnen.
Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/hacker-greifen-fresenius-medical-care-an-v1,fresenius-hackerangriff-100.html

