Nachdem bei Kontrollen eine Verunreinigung in der Nähe des Kurparks festgestellt wurde, hat die Stadt Wiesbaden ein Abkochgebot für Trinkwasser in großen Teilen der Innenstadt verfügt. Proben werden noch untersucht, Ergebnisse soll es frühestens Donnerstag geben.

Das Trinkwasser in Teilen Wiesbadens muss vorerst abgekocht werden.
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Eine abschließende Bewertung der Situation ist derzeit noch nicht möglich, teilte die Stadt am Montag mit. Nach wie vor müsse das Wasser in den betroffenen Gebieten abgekocht werden.
Der Wasserversorger spüle weiterhin Leitungen und entnehme weitere weitere Proben, die untersucht werden. „Mit den nächsten belastbaren Untersuchungsergebnissen wird voraussichtlich erst am Mittwoch, 30. September, oder Donnerstag, 1. Oktober, gerechnet“, hieß es in der Mitteilung. Dann werde über das weitere Vorgehen und eine mögliche schrittweise Aufhebung des Abkochgebots entschieden.
Stadtteilte Mitte und Nordost betroffen
Die Behörden hatten am Freitagnachmittag eine Warnmeldung für die Wiesbadener Stadtteilte Mitte und Nordost veröffentlicht. Demnach wurde bei Kontrollen nahe dem Kurhaus eine Verunreinigung des Trinkwassers mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa festgestellt.
Anwohner in großen Teilen dieser Bereiche sollen ihr Trinkwasser vor der Benutzung abkochen und mindestens zehn Minuten abkühlen lassen. Aus praktischen Gründen empfiehlt die Stadt dazu einen Wasserkocher.
Das Wasser darf in Wiesbaden derzeit nur abgekocht verwendet werden:
- zum Trinken
- zur Zubereitung von Speisen und Getränken
- zum Zähneputzen
- zum Abwasch mit der Hand
- zur Wundreinigung

In diesem Bereich sowie zusätzlich entlang der Rheinstraße muss das Wasser abgekocht werden.
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Eine Liste mit den betroffenen Straßen und Hausnummern hat die Stadt Wiesbaden hier veröffentlicht.
In dem Bereich fanden am Wochenende in Wiesbaden das Stadtfest, der Herbstmarkt und das Erntedankfest statt. Dort sollten nach Angaben der Stadt spezielle Wasserfilter eingesetzt werden.
Weitere Einschränkungen für Menschen mit Risikofaktoren
Menschen mit besonderen Risikofaktoren sind über die erwähnten Maßnahmen hinaus angehalten, ihr Wasser auch dann abzukochen, ehe sie es zum Händewaschen oder zum Duschen verwenden. Diese Maßnahmen sind ausdrücklich nicht für alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener in dem betroffenen Gebiet vorgesehen.
Die Stadt weist daraufhin, dass das Bakterium für gesunde Menschen in der Regel kein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstelle.
Die Verunreinigung wurde demnach lediglich bei der Messtelle nahe dem Kurpark festgestellt, alle anderen Proben im Stadtgebiet seien unauffällig gewesen. Man arbeite mit Hochdruck an der Beseitigung des Problems.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/trinkwasser-in-wiesbadener-innenstadt-muss-weiter-abgekocht-werden–v5,wasser-abkochen-wiesbaden-100.html


