Der geplante Abriss in Gefahr, der Zeitraum für den Neubau nicht abzusehen: Das Projekt „neue Rheinstraßenbrücke“ in Darmstadt verzögert sich weiter. Denn für die Bauarbeiten muss der Bahnverkehr ausgesetzt werden – doch die geplanten Sperrpausen hat die Bahn nun verschoben.

Straßenbahnen dürfen weiterhin über die Rheinstraßenbrücke fahren.
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00:40 Min.||Helene Wilke
Darmstadts Verkehrsdezernent fand am Mittwoch klare Worte: „Das wird ein Kollaps mit Ansage!“ So warnte Paul Georg Wandrey (CDU) auf einer Pressekonferenz vor den Auswirkungen der erneuten Verzögerungen beim Neubau der Rheinstraßenbrücke.
Denn die Brücke gehört zu einer der wichtigsten Verbindungsstraßen der Stadt. Seit 2023 ist sie aufgrund des schlechten Zustands für Autos gesperrt, nur die Straßenbahn darf noch darüber fahren. Bei Abriss und Neubau ist die Stadt auf Absprachen mit der Bahn angewiesen, denn der Bahnverkehr unter der Brücke muss für die Arbeiten pausiert werden.
Nun hat die Bahn angekündigt, geplante Projekte zu verschieben – und damit auch die in Darmstadt fest eingeplanten Sperrpausen. „Mit dieser Verschiebung fehlt unserem Projekt die tragende Grundlage“, so Wandrey.

Eine Brücke ohne Stützpfeiler mit braunem Cortonstahl, so ist die Rheinstraßenbrücke geplant
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Deutsche Bahn macht keine Zusagen für Sperrpause
Denn um die Auswirkungen für die Bahnreisenden so gering wie möglich zu halten, sollte die Sperrpause in den Zeitraum fallen, wenn auch die Main-Neckar-Bahntrasse zwischen Frankfurt und Heidelberg saniert wird.
Doch diese Sanierung haben die Bahn und der Bund verschoben. Das Projekt sollte eigentlich im Jahr 2030 über die Bühne gehen, wird aber jetzt um mindestens zwei Jahre verschoben. Ursprünglich sollte 2031 der Neubau der Brücke schon stehen.
Pläne kurzfristig geändert
Und auch der eigentlich schon lange abgesprochene Zeitraum für den Abriss der Brücke – Ende 2027 – ist in Gefahr. Denn die Bahn hat für den Abriss nötige Oberleitungsarbeiten laut der Stadt vorerst aus den eigenen Plänen gestrichen.

Darmstadts Verkehrsdezernent Wandrey bei einem Vor-Ort-Termin (Archiv).
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Wandrey zeigte sich verärgert über die Änderungen: „Wir brauchen jetzt eine verlässliche Zusage, sonst können wir unsere abgestimmten Planungen nicht umsetzen.“ Die Bahn wisse, worum es gehe und man werde alles daran setzen, eine verlässliche Aussage über die Sperrpausen zu bekommen.
Finanzieller Schaden für die Stadt Darmstadt
Eine Verschiebung verursache laut Wandrey auch einen erheblichen finanziellen Schaden für die Stadt Darmstadt. Steigende Baukosten und die Kosten für die Umleitung und den Schienenersatzverkehr könnten den geplanten Kostenrahmen sprengen.
Wandrey hoffe jetzt, dass die Bahn den Neubau der Rheinstraßenbrücke zumindest für 2032 priorisiert. Ob das so sein wird, ist noch unklar. Die Bahn habe sich bisher noch nicht dazu geäußert.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/rheinstrassenbruecke-in-darmstadt-bahn-durchkreuzt-zeitplan-fuer-abriss-und-neubau-v1,neubau-rheinstrassenbruecke-in-gefahr-100.html

