Seit Donnerstag greift der Tankrabatt. An vielen Tankstellen in Hessen standen Autofahrer deswegen Schlange. Um 12 Uhr stiegen die Preise vielerorts wieder deutlich.

Vom 1. Oktober bis Ende Dezember 2026 wird die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 14 Cent je Liter gesenkt.
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Der Tankrabatt sorgte am Donnerstag vor Hessens Tankstellen teils für lange Schlangen. Bevor die Preise um 12 Uhr erhöht wurden, wollten viele Autofahrer offenbar vom ersten Rabatt profitieren.
Vor 12 Uhr fielen die Preise an den Tankstellen laut ADAC-Übersicht am Donnerstag auf folgende Tiefstwerte:
- Wiesbaden: 1,999 Euro für E10 und 2,109 Euro für Diesel
- Darmstadt: 2,009 Euro für E10 und 2,139 Euro für Diesel
- Frankfurt: 2,019 Euro für E10 und 2,119 Euro für Diesel
- Fulda: 2,019 Euro für E10 und 2,139 Euro für Diesel
- Gießen: 2,019 Euro für E10 und 2,139 Euro für Diesel
- Kassel: 2,039 Euro für E10 und 2,139 Euro für Diesel
- Marburg: 2,089 Euro für E10 und 2,219 Euro für Diesel
Günstiger wurde es teilweise in kleineren Orten. Wer etwa im Rhein-Main-Gebiet nach Hattersheim (Main-Taunus) fuhr, konnte an einzelnen Tankstellen E10 für 1,869 tanken. In Wesertal (Kassel) gab es teilweise Diesel für 1,999 Euro.

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ADAC: Preise nach 12 Uhr wieder angehoben
Der ADAC ermittelte um 8 Uhr für E10 einen bundesweiten Durchschnittspreis von 2,062 Euro. Das waren 14,5 Cent weniger als 24 Stunden zuvor. Diesel kostete zu diesem Zeitpunkt im Schnitt 2,209 Euro – 15,2 Cent weniger als am Vortag.
Damit sei die steuerliche Entlastung weitgehend an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben worden, sagte Maike Willeitner vom ADAC Hessen-Thüringen. Nach 12 Uhr hätten viele Tankstellen die Preise allerdings wieder deutlich angehoben – je nach Ort sei der Sprit danach erneut 15 bis 20 Cent teurer gewesen. Damit sei die Entlastung wieder aufgezehrt worden, sagte Willeitner der hessenschau.
Ein hessenschau-Reporter beobachtete an einer Tankstelle in Maintal (Main-Kinzig), wie die Preise für Diesel und E10 um 12 Uhr schlagartig um 29 Cent stiegen. Manche Autofahrer reagierten frustriert: „Das ist wirklich furchtbar. Leider muss ich jetzt tanken, weil mein Tank komplett leer war“, sagte ein Fahrer. „Ich hatte Pech, mir ist heute Früh etwas dazwischen gekommen. Sonst hätte ich jetzt nicht getankt“, sagte ein anderer.
Tankstellen nicht zu Weitergabe verpflichtet
Die Bundesregierung hatte den Tankrabatt als Reaktion auf die aktuell extrem hohen Spritpreise auf den Weg gebracht. Der September war der mit Abstand teuerste Tankmonat bisher. Das hatte sich sogar in der Inflationsrate niedergeschlagen.
Seit Mitternacht gilt für Benzin und Diesel, die Tanklager und Raffinerien verlassen, ein Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter. Die zunächst bis Jahresende geltende Maßnahme ist umstritten.
Denn wie vollständig der Rabatt die Steuererleichterung weitergegeben wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Es gibt keine direkte Verpflichtung der Tankstellen, die Preise zu senken. Zudem sind Berechnungen dazu komplex. Der ADAC mahnte, dass die „Preissenkungen nicht durch spätere Erhöhungen wieder einkassiert werden“ dürften. Für eine dauerhafte Entlastung brauche es zudem weitere Maßnahmen.
Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/so-wirkt-sich-der-tankrabatt-aktuell-auf-spritpreise-in-hessen-aus-v2,tankrabatt-116.html

