Auf „Frau Holle“ folgt „Nikolaus“: Die Stadt Frankfurt hat ihren neuen Weihnachtsbaum ausgesucht. Dieses Mal kommt er aus Österreich – dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Der Frankfurter Weihnachtsbaum kommt in diesem Jahr aus dem Salzburger Land.
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00:39 Min. |Andreas Heygen
Der Frankfurter Weihnachtsbaum hat traditionell Potenzial für Schlagzeilen – dabei wurde in den letzten Jahren allerdings nicht mit Spott gespart. „Drama um Bertl“, titelte 2020 die Frankfurter Rundschau über die zerrupfte Fichte, die beim Aufstellen Äste lassen musste, die FAZ sprach gar von einem „Bäumsche-Gate“.
„So sieht das Waldsterben aus“, war nicht minder spöttisch über Nachfolgerin „Gretel“ zu lesen. Und auch „Florian“, vor zwei Jahren von einer Kommission handverlesen aus dem Spessart ausgewählt, sah jedenfalls ein wenig mitgenommen aus.

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Gesucht: „weihnachtsbaumiges“ Aussehen
In diesem Jahr rückte die Delegation der Stadt mit einer langen Kriterienliste nach Österreich aus, um den passenden Baum zu finden: eine richtige Höhe und Breite sollte er haben, alleine und frei stehen, um mit einem Kran heranfahren und den Baum verladen zu können, die Äste sollten sich leicht binden lassen – und natürlich sollte er auch „weihnachtsbaumig“ aussehen, wie eine Sprecherin der städtischen Tourismus- und Congress GmbH aufzählte.
Im Spessart habe der „Weihnachtsbaum-Scout“ in diesem Jahr keinen Baum ausfindig machen können, der all das erfüllt. Wie gerufen kam da ein Angebot aus der österreichischen Gemeinde Wald, bei der Suche zu unterstützen, wenn sie im Gegenzug auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt für das Salzburger Land werben dürfe.
70 Jahre alte Fichte ausgesucht
Und tatsächlich fand sich im Ortsteil Königsleiten eine 26 Meter hohe, rund 70 Jahre alte Fichte, die ab November den Römerberg schmücken soll. „Nikolaus“ – passend zur Frankfurter Nikolaikirche – steht aktuell noch mitten in einem Wohngebiet und hätte wegen seiner stattlichen Größe und Schneebruch-Gefahr wohl ohnehin bald gefällt werden müssen, wie die Tourismussprecherin betonte. Ende Oktober sollen die Baumfäller anrücken.
Vielleicht ereilt „Nikolaus“ dann ja ein anderes Schicksal als „Bertl“ und „Gretel“ – so wie „Frau Holle“. Über sie sagte die Transportfirma letztes Jahr, sie sei „einer der schönsten Bäume, die wir je gefahren haben“.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/nikolaus-frankfurter-weihnachtsbaum-2026-kommt-aus-oesterreich-v1,weihnachtsbaum-2026-frankfurt-100.html

