Die Sprengung einer Weltkriegsgranate hat für Verkehrsbehinderungen im Rheingau-Taunus-Kreis gesorgt. Das Niedrigwasser des Rheins hatte die Kriegswaffe zutage treten lassen. Um sie unschädlich zu machen, musste eine Bundesstraße gleich zwei Mal gesperrt werden.

Sprenggranate aus dem zweiten Weltkrieg (Archivbild)
Bild © Jürgen Strieder
Ein Passant hatte den mutmaßlichen Munitionsfund am Rheinufer bei Lorch (Rheingau-Taunus) am Samstagnachmittag gegen 15.30 Uhr gemeldet. Experten des Kampfmittelräumdienstes identifizierten ihn als scharfe Sprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem Kaliber von 8,8 Zentimetern. Weil es für eine Sprengung schon zu dunkel war, wurde die Stelle durch die Wasserschutzpolizei Wiesbaden über Nacht bewacht.
Erster Versuch nicht erfolgreich
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00:43 Min.|Conny Bächstädt
Der Kampfmitelräumdienst brachte die Granate am Sonntagmorgen auf eine Rheininsel bei Lorch. Gegen 9 Uhr erfolgte dann der erste Sprengversuch. Dazu wurde die B42 gesperrt, ebenso der Schiffsverkehr auf dem Rhein. Nach der Sprengung wurde die Bundesstraße zunächst wieder freigegeben.
Wie sich herausstellte, ging von der Granate aber weiterhin eine Gefahr aus. Die B42 wurde daher erneut gesperrt, eine zweite Sprengung erfolgte gegen 9.45 Uhr. Diesmal ging alles glatt, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Die Granate wurde vollständig zerstört.
Im Anschluss wurden alle Sperrungen wieder aufgehoben. Evakuierungen waren während der Maßnahme nicht notwendig. Zu Personen- oder Sachschäden kam es laut Polizei nicht.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/granate-im-rhein-gesprengt-b42-wegen-sprengung-mehrmals-gesperrt-v2,sprengung-granate-100.html

