Wirtschaft

Frankfurt: Hunderte Mieter erhalten für mehrere Jahre Heizkosten zurück

Frankfurt: Hunderte Mieter erhalten für mehrere Jahre Heizkosten zurück

Der Energieversorger Mainova zahlt hunderten Haushalten in Frankfurt einen Teil ihrer Heizkosten zurück. Der Grund: Eine gesetzliche Vorgabe wurde seit Jahren nicht eingehalten.

Heizkosten sparen


Betroffene Mainova-Kunden erhalten eine Heizkosten-Rückerstattung.
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Hunderte Haushalte in Frankfurt erhalten vom Energieversorger Mainova Heizkosten zurück erstattet. Betroffen sind laut Mainova 1.500 Wohneinheiten in 50 Liegenschaften.

Der Grund für die Rückzahlung: Die gesetzlich vorgeschriebenen Wärmemengenzähler waren in den Gebäuden noch nicht überall installiert. Die Zähler sind gemäß Heizkostenverordnung vorgesehen.

Wenn Zähler fehlen, können betroffene Mieter eine pauschale Kürzung der Heizkostenabrechnung von 15 Prozent geltend machen. Dafür müssen sie eigentlich einen Antrag stellen, doch Mainova wird die Rückzahlungen nach eigenen Angaben „proaktiv“ vornehmen. Betroffen sind dem Energieversorger zufolge die Abrechnungszeiträume 2022 bis 2026/2027.

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|Frank Angermund

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Mainova bedauert „entstandene Unklarheiten“

In einigen Frankfurter Siedlungen, die Energie von Mainova beziehen, hätten Mieter bereits Widersprüche gegen fehlerhafte Heizkostenabrechnungen eingereicht, teilte die Frankfurter Linke mit. Die Rückzahlung sei „keine Wohltat der Mainova“, sondern „monatelanger Druck von unten zeigt endlich Wirkung und hunderte Mieter*innen erhalten Erstattungen für falsch abgerechnete Heizkosten“.

Mainova erklärte auf Nachfrage der hessenschau, „die gelieferte Wärmemenge wurde jederzeit korrekt gemessen und abgerechnet“. Dennoch bedauere man „die in diesem Zusammenhang entstandenen Unklarheiten“. Die erforderlichen Wärmemengenzähler wurden demnach nachgerüstet „oder werden schrittweise bis Ende 2026 nachgerüstet, sodass künftige Abrechnungen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen“.

Linke sieht weitere Betroffene

Die Linke hob die Arbeit der „Mietkampagne 069“ hervor, in der man Mieter über ihre Rechte informiere, „um gegen Mietwucher und Heizkostenwahnsinn“ vorzugehen. Es gebe weitere Siedlungen in Frankfurt, „bei denen die Mietenkampagne falsche Heizkostenabrechnungen aufgedeckt hat“. „Wir erwarten von allen Akteuren, dass sie auf Rückzahlungsansprüche genauso wie die Mainova reagieren.“

Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/frankfurt-hunderte-mieter-erhalten-fuer-mehrere-jahre-heizkosten-zurueck-v1,mainova-rueckzahlung-100.html

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