Nach dem Heimsieg gegen Energie Cottbus atmet Darmstadt 98 auf. Aleksandar Vukotic, der nach seinem Fehler vor dem Gegentor später noch zum Matchwinner wurde, zeigt sich selbstkritisch – und wird auch von seinem Trainer Florian Kohfeldt ermahnt.

Sieht nach Wut aus, ist aber Jubel: Aleksandar Vukotic feiert sein Tor gegen Cottbus mit den Lilien-Fans.
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03:27 Min.||Daniel Höhr
Der Mann des Spiels war nach Abpfiff auch am Mikrofon gefragt. Aleksandar Vukotic von Darmstadt 98 sollte seinen Samstagnachmittag am Böllenfalltor erklären – seinen Fehler vor dem frühen 0:1 und sein wichtiges Tor zum 2:1 beim Zweitligaspiel gegen Energie Cottbus (3:1). „Ich bin sehr glücklich über das Tor, aber das Wichtigste ist, dass wir das Spiel gewonnen haben“, sagte der Innenverteidiger „Wir waren auf dem letzten Platz, der Sieg war Pflicht.“
Nach nur vier Minuten wackelte das Vorhaben allerdings gewaltig. Vukotic unterschätzte einen lange Ball der Cottbusser komplett, Justin Butler bedankte sich mit dem 1:0 für Energie. „Der Start war schlecht. Ich muss von der ersten Minute an fokussiert sein“, ärgerte sich Vukotic im Nachhinein. Aber: „Nach meinem Fehler habe ich gezeigt, dass ich da bin und eine starke Mentalität habe.“
Zunächst sorgte Noah Weißhaupt noch vor der Pause für den Ausgleich, in der 77. Minute köpfte Vukotic dann eine Ecke zum 2:1 ins Tor – vom Wackelkandidaten zum Matchwinner. Ein Plot, den sein Trainer so nicht gebraucht hätte. „Ich freue mich unglaublich für ihn, aber den ersten Teil kann er jetzt auch weglassen. Es war das dritte Mal in dieser Saison“, verwies Florian Kohfeldt darauf, dass der 31-Jährige in der noch jungen Saison schon mehrfach direkt an Gegentoren beteiligt war.
Kohfeldt sieht Vukotic als „Sinnbild“ der Lilien, die dank des späten Treffers von Yannik Lührs schließlich 3:1 gewannen. „Wir müssen alle konstanter werden.“ Denn auch die Kollegen zeigten gegen Cottbus zwei Gesichter. Nach dem Rückstand hätte Marco Richter zwar umgehend ausgleichen können, sein Schuss ging allerdings weit drüber. Danach schwamm Darmstadt regelrecht, Cottbus hatte mehrere gute Chancen, die Führung auszubauen. Allerdings ließen die Lausitzer die Südhessen leben.
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03:10 Min.||Daniel Höhr
„Mit dem 1:1 ist das Momentum gekippt“, musste dann auch Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz anerkennen. Auf einmal waren die Darmstädter offensiv stärker, defensiv stabiler und insgesamt zielstrebiger unterwegs. „Gerade in der zweiten Halbzeit war es eine spannende Mischung aus Ballbesitz, Umschaltaktionen, Standards und aggressivem Spiel gegen den Ball. Da war ganz viel Lilien-Fußball und Spielidee drin“, konstatierte Kohfeldt. „Wir haben einen verdienten Heimsieg geholt und das tut uns gut.“
„Für uns war es Druck, das Spiel gewinnen zu müssen“, gab Vukotic zu. „Ich bin froh, dass wir eine gute Reaktion gezeigt haben, auch nach dem 0:1.“ Nachdem der SVD die lange Länderspielpause auf dem letzten Platz verbringen musste, sind die Südhessen die Rote Laterne nun erstmal los. Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) geht es zum Karlsruher SC, der ebenfalls unten drin steckt. „Wir fahren nach Karlsruhe, um dort drei Punkte zu holen“, sagte Vukotic selbstbewusst. Auf grobe Fehler sollte der Serbe dann allerdings verzichten.

Lilien-Trainer Florian Kohfeldt.
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Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/darmstadt-98/aleksandar-vukotic-als-sinnbild-fuer-die-zwei-gesichter-von-darmstadt-98-v1,lilien-nach-cottbus-100.html


