Die Skyliners Frankfurt stehen nach den ersten Bundesliga-Spielen in den Top drei. Die Gründe für den Aufschwung der Hessen sind vielfältig.

Roman Bedime und die Skyliners haben einen guten Saisonstart hingelegt.
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00:38 Min.||Phil Hofmeister
Bei den Fans der Skyliners Frankfurt dürfte der Blick auf die Tabelle der Basketball-Bundesliga aktuell ungewohnte Glücksgefühle auslösen. Die Hessen stehen nach vier Spieltagen auf Platz drei, nur Meister Bayern München und Trier (mit einem Spiel mehr) sind noch besser. Für die Skyliners, die in den vergangenen zwei Jahren nach ihrer Rückkehr in die Bundesliga stets gegen den Abstieg gekämpft haben, ein echter Höhenflug.
Mintz ist der neue Topscorer
Einer der Unterschiede: Auch ein „nicht besonders schönes Spiel“ wie zuletzt gegen Hamburg (89:78) gewinnen die Skyliners aktuell. Headcoach Klaus Perwas, der der Partie diese Bezeichnung verliehen hatte, war danach zwar zufrieden, aber: „Es gibt auch einige Dinge, die wir verbessern müssen, zum Beispiel beim Rebounding.“ Die Hessen haben also sogar noch Luft nach oben.
Gleich mehrere Spieler tun sich aktuell als Leistungsträger hervor. Judah Mintz steuerte zum Sieg gegen Hamburg sensationelle 27 Punkte bei und ist der Topscorer des Teams. Der 23 Jahre alte Guard löst all das ein, was sich die Skyliners in der vergangenen Saison von Logan Johnson versprochen hatten, der die Frankfurter aber nach nur einem Jahr und wenig erfolgreichen Auftritten wieder verlassen musste.
Klepeisz bringt Ruhe und Struktur
Ebenfalls neu in der Mannschaft sind mit Thomas Klepeisz und Ryan Arcidiacono zwei Basketball-Veteranen, die dem Spiel guttun – sie organisieren und bringen Ruhe in die eigenen Reihen. Besonders Klepeisz verleiht dem Team defensiv und offensiv Struktur.
Vor allem in der Offensive sind die Frankfurter dabei deutlich variabler als in den vergangenen Spielzeiten. „Bei uns kann jeder Nadelstiche setzen, das zeichnet uns aus“, sagte Klepeisz nach dem Hamburg-Spiel der FNP. Schon einige Tage zuvor hatte der 35-Jährige das Motto für sich und seine Kollegen ausgegeben: „Mental stark bleiben, das ist die Herausforderung für die Saison.“ Und das setzen die Skyliners bislang gut um. „Wir haben es jetzt schon in ein paar Spielen gezeigt, dass wir es schaffen, in den entscheidenden Momenten cool zu bleiben“, schwärmte Klepeisz.
Leichtes Auftaktprogramm
Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Bislang haben es die Frankfurter auch eher mit den Leichtgewichten der Liga zu tun bekommen. „Da tun unsere Fehler nicht so weh“, hatte auch Kapitän Till Pape vergangene Woche zugegeben. Zum Vergleich zog er das EuroCup-Spiel bei Top-Team Venedig heran, wo dieselben Fehler wie in der Liga eine deftige Niederlage zur Folge hatten. Allerdings waren die Skyliners danach auch international siegreich und schlugen Siauliai aus Litauen mit 79:71.
Dass es in der Bundesliga im weiteren Saisonverlauf nicht bei Platz drei bleiben wird, dürfte selbst den größten Träumern in und um die Frankfurter Ballsporthalle bewusst sein. Die Hoffnung stattdessen: dieses Mal möglichst nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben. Der Grundstein dafür ist durch den starken Start und die Verbesserungen im Team zumindest schon gelegt.
Allerdings sind die Skyliners nun erst einmal wieder abseits der Bundesliga gefragt: Am Donnerstag (20.30 Uhr) müssen sie im EuroCup in London ran, am Sonntag (16.30 Uhr) kommt dann Trier zum Pokal-Achtelfinale nach Frankfurt.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/basketball/skyliners-frankfurt/platz-drei-in-der-bbl-skyliners-frankfurt-zum-saisonstart-im-hoehenflug-v1,skyliners-saisonstart-106.html



