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Die „kämpfende Hunde“ aus Bad Nauheim ziehen Mut aus Derbyniederlage gegen Kassel

Die „kämpfende Hunde“ aus Bad Nauheim ziehen Mut aus Derbyniederlage gegen Kassel

Hessenderby in der DEL2 heißt normalerweise: EC Bad Nauheim gegen die Kassel Huskies. Dieses Mal war es aber das Duell zwischen den „kämpfenden Hunden“ und dem „alten Dieselmotor“. Zumindest bis er ansprang.

EC Bad Nauheim: Gerald Kuhn


Der ECN und Goalie Gerald Kuhn wollen Rote Laterne loswerden.
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||Simon Schäfer

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Zwischen Bad Nauheim und Kassel liegen 115 Hessenderbys und etwa genau so viele Kilometer Luftlinie. In der DEL2 liegen zwischen den beiden Clubs – tabellarisch gesehen – aber aktuell Welten: Während die Nordhessen souverän auf Platz zwei stehen, muss der ECN die Rote Laterne tragen.

In Anbetracht dessen war es beinahe schon verwunderlich, dass das Derby am Sonntag zu einem echten Krimi wurde. Dabei hatten zwar die Nordhessen mit 4:3 im Penaltyschießen das bessere Ende für sich, dennoch ziehen die Wetterauer Mut aus der Niederlage. „Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Das war ein Schritt in die richtige Richtung“, befand Marc El-Sayed, der Kapitän und dienstälteste Spieler der Bad Nauheimer, im Interview bei Sporteurope.tv.

Braun: „Das war eine Katastrophe“

Sein Team hatte zuvor dem Aufstiegskandidaten aus Kassel lange Zeit die Stirn geboten, war sogar früh durch Marco Pfleger (2. Minute) und Pierre Preto (11.) mit zwei Toren in Führung gegangen – zum Leidwesen der Gäste: „Das erste Drittel war eine ganz schöne Katastrophe. Da war Bad Nauheim besser, da haben sie uns überrannt“, sagte Huskies-Angreifer Laurin Braun.

Sein Trainer, Petteri Väkiparta, konnte sich dem auf der Pressekonferenz nur anschließen: „Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben angefangen wie ein alter Dieselmotor, der ein bisschen gebraucht hat. Aber im zweiten Drittel haben wir dann so ein Eishockey gespielt, wie wir Eishockey spielen sollten.“ Ab dann wurde sein Team der Favoritenrolle gerecht, konnte die Partie drehen und gewann durch das entscheidende Tor von Chris Wilkie mit 4:3 im Penaltyschießen.

Gaudet findet kaum Worte für die Situation

Zurück blieb ein EC Bad Nauheim, der nach Spielende nicht so richtig wusste, wohin mit den Gefühlen. Zwar hatten sich die Wetterauer gerade einen Punkt verdient, doch wären auch mindestens zwei Zähler möglich gewesen. „Es ist wirklich hart hinzunehmen. Das war – ohne Frage – in dieser Saison unser bestes Spiel“, sagte ECN-Coach Kevin Gaudet, dem noch etwas die Worte fehlten.

Weiter sagte er: „Das war unsere sechste Niederlage, aber alle sechs Spiele hätten wir gewinnen können. Die Jungs machen das nicht mit Absicht, sie geben 110 Prozent und kämpfen wie Hunde – ich kann ihnen keinen Vorwurf machen, aber irgendwie schießen wir uns selber in den Fuß.“

EC Bad Nauheim: Trainer Kevin Gaudet


Bad Nauheims Trainer Kevin Gaudet macht seiner Mannschaft keinen Vorwurf.
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Verletzungen erschweren die Situation

Dazu kommt bei den Wetterauern gerade ein großes Verletzungspech, denn mit Routinier Jordan Hickmott, Neuzugang Matt Marcinew und Talent Sebastian Cimmerman sind jüngst drei potenzielle Leistungsträger ausgefallen. Zwar wurden mit Pfleger und Stephen Harper, die im Derby gegen Kassel beide eine zentrale Rolle spielten, zwei erfahrene Akteure nachverpflichtet, doch brauchen sie noch etwas Zeit, um sich einzugewöhnen.

Dessen ist sich auch ECN-Coach Gaudet bewusst. Gleichzeitig versprach der 62 Jahre alte Kanadier: „Alle müssen und werden für nächste Woche besser sein.“ Am Freitag (19.30 Uhr) geht es mit dem Auswärtsspiel bei den Eispiraten Crimmitschau und der Hoffnung weiter, dass seine kämpfenden Hunde das Abstiegsgespenst von der Kurstadt fernhalten.

Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/eishockey/die-kaempfende-hunde-aus-bad-nauheim-ziehen-mut-aus-derbyniederlage-gegen-kassel-v1,bad-nauheim-nach-derbyniederlage-100.html

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