Wirtschaft

S-Bahn-Ausfälle in Rhein-Main: Anteil des Krankenstands bei Lokführern gesunken

S-Bahn-Ausfälle in Rhein-Main: Anteil des Krankenstands bei Lokführern gesunken

Im Rhein-Main-Gebiet ist der Anteil ausgefallener Züge wegen kranker Lokführer zuletzt deutlich gesunken. Doch Personalausfälle sind nicht die Hauptursache für S-Bahn-Probleme.

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S-Bahn in Frankfurt
Bild © picture-alliance/dpa


Im Rhein-Main-Gebiet fallen anteilig weniger S-Bahnen wegen kranker Mitarbeiter aus als zuvor. Die „personalbedingten Ausfälle“ im ersten Halbjahr 2026 sanken auf 3,4 Prozent, wie ein Sprecher des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) in Hofheim der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Das war nur noch rund ein Viertel des Wertes vom Vorjahreszeitraum: 2025 waren 13,2 Prozent der Fahrten krankheitsbedingt ausgefallen. Die absoluten Zahlen krankheitsbedingter Zugausfälle gehen daraus allerdings nicht hervor.

Zudem sind kranke Lokführer nicht der Hauptgrund dafür, dass S-Bahnen nicht fahren: „Die häufigsten Ausfallursachen waren das hohe Baustellengeschehen und Störungen des Betriebsablaufs durch technische Einflüsse und höhere Gewalt“, berichtete der Sprecher.

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2025 fiel knapp jede zehnte Bahn aus

Insgesamt lag die Zuverlässigkeit der S-Bahnen im ersten Halbjahr 2026 laut früheren Angaben des RMV bei 93,6 Prozent. Dieser Wert gibt an, wie viele Bahnen, die im Fahrplan angekündigt werden, auch tatsächlich fahren.

Rund sechs Prozent der S-Bahnen fuhren also gar nicht erst los. Im Vorjahreszeitraum lag die Zuverlässigkeit bei 90,4 Prozent – knapp jede zehnte Bahn fiel damit aus.

Ausfälle gab es also weniger, dafür waren die Bahnen unpünktlicher. Sowohl S-Bahnen als auch Regionalbahnen kamen in Rhein-Main im ersten Halbjahr 2026 öfter zu spät als noch im Vorjahreszeitraum, zeigte die RMV-Statistik: ein Trend, der sich seit Jahren fortsetzt. Besonders oft verspäteten sich die Linien S8 und S9. 

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Wann ist ein Zug unpünktlich?

Als unpünktlich werden beim RMV alle Bahnen gezählt, die mindestens sechs Minuten zu spät an ihrem Ziel eintreffen. Bis zu diesem Zeitpunkt gelten Züge als pünktlich.

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Neues Design soll Bahnen pünktlicher machen

Ab Ende Oktober fahren im Rhein-Main-Gebiet die ersten von knapp 100 neu designten S-Bahnen. Außen sind die Züge nicht mehr rot, sondern weiß mit blauem Streifen und grüner Front. Innen dominieren die Farben weiß und grau mit Elementen in Holzoptik. Es gibt keine erste Klasse mehr, dafür Steckdosen unter den Sitzen und neue Abstellmöglichkeiten für Räder. 

Durch einen trichterförmigen Einstieg sollen zudem Verspätungen reduziert werden. Dafür wurden an den Eingängen Sitze ausgebaut, damit die Fahrgäste schneller ein- und aussteigen können. Der RMV erhofft sich dadurch mehr Pünktlichkeit und rechnet mit 15 Prozent mehr Kapazität pro Zug.

Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/s-bahn-ausfaelle-in-rhein-main-anteil-des-krankenstands-bei-lokfuehrern-gesunken-v2,krankenstand-lokfuehrer-100.html

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