Die humanitäre Krise in Nagorno-Karabach, verursacht durch die Blockade Aserbaidschans des lebenswichtigen Lachin-Korridors nach Armenien, wird in den deutschen Medien nur selten erwähnt. Am 22. April stand jedoch die Realität der Krise im Mittelpunkt eines Theaters in Wiesbaden. Dort wurde das Monodrama „Meine Familie in meinem Koffer“ aufgeführt, das das Schicksal einer Familie in der umkämpften Region zeigt, gespielt von der preisgekrönten Schauspielerin Narine Grigoryan.
Die bewegende Geschichte basiert auf realen Ereignissen und Erfahrungen von Narine Grigoryans Familie und beleuchtet das Leiden einer Familie mit drei Kindern in Nagorno-Karabach. Die Hauptfigur, die junge Narinka, soll vor dem Krieg fliehen und wartet vergeblich auf einen Platz in einem Helikopter, der sie nach Armenien bringen soll. Während ihr Großvater um ihre Flucht kämpft, bleibt Narinka alleine zurück, in Gedanken an die Vergangenheit und mit Ängsten und Träumen für die Zukunft.
Narine Grigoryan, die als Schauspielerin und Regisseurin tätig ist, brachte mit dieser Aufführung die Realität der humanitären Krise in Nagorno-Karabach dem Publikum in Wiesbaden näher. Die Aufführung erhielt verschiedene Auszeichnungen und wurde bereits national und international präsentiert.
Das Demokratische Volks- und Kulturzentrum (DVK) in Wiesbaden, das die Aufführung organisiert hat, setzt sich für das Verständnis und die Integration zwischen Armenien und Deutschland ein. Neben Theateraufführungen wie dieser fördert das Zentrum auch kulturelle Aktivitäten, Sprachunterricht und den Austausch zwischen beiden Ländern, unterstützt von Gruppen wie dem Deutsch-Armenischen Studentenclub „HAIK“.
Kultur
Artsakhs Drama kommt nach Deutschland
- by Wiesbaden Aktuella
- 30. April 2024
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