Schon wieder hat es im Rhein-Main-Gebiet geknallt: Bei Explosionen in Frankfurt und Offenbach wurden eine Bar, ein Café und ein Kiosk beschädigt. Seit Monaten beschäftigt eine Serie ähnlicher Taten die Ermittler.
Der Kiosk in Frankfurt wurde durch die Explosion stark beschädigt.
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00:36 Min.|Thomas Kurella
Zwei Mal binnen weniger Stunden wurde die Polizei in Frankfurt und Offenbach in der Nacht zum Sonntag wegen eines lauten Knalls und Feuerschein alarmiert.
Gegen 4.45 Uhr krachte es in der Frankfurter Straße in der Offenbacher Innenstadt. Bei der Explosion gingen Schaufensterscheiben einer Bar und eines gegenüberliegenden Cafés zu Bruch, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.
Spurensicherung am Tatort
Die Beamten ermitteln wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Die Bar sei wahrscheinlich das Ziel gewesen und das Café lediglich in Mitleidenschaft gezogen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Dies sei aber noch nicht abschließend geklärt.

Neben einer Bar wurde in Offenbach auch die Scheibe eines angrenzenden Cafés zerstört.
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Nun würden Hintergründe der Tat ermittelt, dazu seien am Tatort bereits Spuren gesichert worden. Zur Höhe des Sachschadens gab es zunächst keine Angaben.
Kiosk in Sachsenhausen zerstört
Wenig später kam es auch im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen zu einer Explosion. Wie die Polizei auf hessenschau-Nachfrage bestätigte, wurde dabei ein Kiosk beschädigt. Bilder zeigen geborstene Fensterscheiben und eine aus der Verankerung gerissene Eingangstür. Glassplitter säumten den Gehweg auf der Mörfelder Landstraße nahe dem Südbahnhof.
Zu Details der Tat war der Polizei zunächst nichts bekannt. Auch zur Schadenshöhe oder zu möglichen Tätern gab es noch keine Angaben.
Serie von Brandanschlägen im Rhein-Main-Gebiet
Immer wieder hat es in den vergangenen Monaten im Rhein-Main-Gebiet zu vorsätzlich herbeigeführten Brandanschlägen gegeben, zuletzt in einem Kiosk in Obertshausen (Offenbach). Mehrere Taten werden von der Kriminalpolizei der Organisierten Kriminalität und dem Phänomen „Violence-as-a-Service“ zugeordnet.
Charakteristisch dafür sei das gezielte Anwerben leicht beeinflussbarer und häufig minderjähriger Täter oder junger Erwachsener im Alter zwischen 15 und 25 Jahren, so die Ermittler. Oft stammten diese aus dem Ausland, wo sie polizeilich schon in Erscheinung getreten seien, und reisten nur für die Begehung von Straftaten nach Deutschland.
Im März dieses Jahres war ein 20-jähriger Niederländer festgenommen worden, der an mehreren Explosionen beteiligt gewesen sein soll.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/bar-und-kiosk-beschaedigt-wieder-explosionen-im-rhein-main-gebiet-v1,explosion-bar-kiosk-100.html


