Das Gericht hat angeordnet, dass ein neuer Todesermittlungsverfahren für den Tod eines 22-jährigen Studenten namens Jeremiah Duggan aus Nord-London angeordnet wird. Seine Leiche wurde 2003 in der Nähe von Wiesbaden gefunden. Ein deutsches Ermittlungsverfahren ergab, dass er Selbstmord begangen hatte, aber ein britischer Gerichtsmediziner widersprach später dieser Einschätzung. Es wird vermutet, dass der Unfall inszeniert wurde und er möglicherweise getötet wurde. Das Gericht soll auch untersuchen, ob sein Tod das Ergebnis von Fremdeinwirkung war, nachdem bekannt wurde, dass Duggan an einer Veranstaltung der rechtsextremen LaRouche-Gruppe teilgenommen hatte, obwohl er glaubte, an einer Konferenz über den Irak teilzunehmen.
Die deutsche Polizei hatte gesagt, dass Jeremiahs Tod ein „Selbstmord durch einen Verkehrsunfall“ war, nachdem er auf die Autobahn gelaufen war und von zwei entgegenkommenden Autos erfasst wurde. Ein neues Gutachten deutet jedoch darauf hin, dass sein Tod anderswo stattgefunden haben könnte und der Unfall inszeniert wurde, um wie ein Verkehrsunfall auszusehen. Es wird auch behauptet, dass ein Mitglied der LaRouche-Gruppe seiner Mutter gesagt hatte: „Wir haben ihn gejagt… es ist richtig, dass er tot ist, er ist ein Verräter und ein Spion.“ Fünf wissenschaftliche Gutachter legten Beweise vor, die darauf hinweisen, dass Verletzungen an Jeremiahs Körper und Schäden an den Autos am Unfallort nicht mit einem Verkehrsunfall übereinstimmten.
Lord Justice Elias sagte, dass diese neuen Beweise den Todesumstand ändern könnten und Zweifel an ein Fremdeinwirkung aufkommen lassen. Seine Mutter hofft, dass die deutschen Behörden den Fall nach dieser Entscheidung wieder aufnehmen werden, da bisher keine angemessene Untersuchung des Todes ihres Sohnes durchgeführt wurde.


