Nach dem Brand in einem Betonwerk in Rosbach stuft die Polizei den Inhalt eines Bekennerschreibens inzwischen als glaubwürdig ein. Eine Gruppe, die sich „Kommunist*innen“ nennt, hatte sich zu der Tat bekannt. Die Ermittlungen laufen.
Insgesamt sieben Fahrzeuge wurden bei dem Brand zerstört oder beschädigt.
Bild © Jannis Gerhard
Das Motiv der unbekannten Tatverdächtigen sei noch nicht gesichert und Gegenstand der laufenden Ermittlungen, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen der deutschen Presseagentur (dpa) am Dienstag mit. Die Kriminalpolizei ermittele nach Auswertung der Spuren und Zeugenvernehmungen mittlerweile wegen des Verdachts der Brandstiftung.
Nach dem Brand von fünf Betonmischern bei der Firma Heidelberg Materials in Rosbach (Wetterau) am 2. September war ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Es wurde auf der vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuften Plattform Indymedia veröffentlicht.
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00:39 Min.|Anne-Katrin Hochstrat
Eine Gruppe, die sich „Kommunist*innen“ nennt, erklärte darin, den Brand gelegt zu haben, der insgesamt sieben Fahrzeuge zerstört oder beschädigt hatte. Die Polizei hatte die Echtheit des Schreibens zunächst geprüft. Jetzt teilte sie mit, dass sie dieses als glaubwürdig einstuft.
800.000 Euro Schaden
Bei dem Feuer wurde nach Angaben der Polizei niemand verletzt. Der Sachschaden wurde auf rund 800.000 Euro geschätzt. „Es könnte Brandstiftung gewesen sein“, sagte ein Polizeisprecher der hessenschau am Donnerstag. Das Bekennerschreiben sei den Behörden bekannt, seine Echtheit könne man noch nicht einschätzen.
Die anonyme Gruppe begründete die Tat vor allem mit den Geschäften der Heidelberg-Tochter Hanson Israel und deren früheren Aktivitäten im besetzten Westjordanland sowie grundsätzlich mit deutscher Unterstützung für Israel und deutscher Aufrüstung. Der Text ruft zum „gemeinsamen Kampf auf der Straße“ auf.
Poseck: „Brandanschlag“ und „schwerer Angriff“
Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach nach der Tat von einem „Brandanschlag“. Dieser sei „ein schwerer Angriff auf ein mittelständisches Unternehmen und den inneren Frieden in unserem Land“. Er dankte den Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei, die durch ihr schnelles Eingreifen verhindert hätten, dass jemand verletzt wurde.
Die Zahl linksextremer Gewalttaten sei in Hessen im vergangenen Jahr von 15 auf 44 gestiegen. Extremismus, „ganz gleich, aus welcher Richtung er kommt“, finde in Hessen keinen Raum und werde mit „der ganzen Härte des Rechtsstaats“ bestraft.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/betonmischer-in-flammen—polizei-haelt-bekennerschreiben-fuer-glaubwuerdig-v4,betonmischer-rosbach-104.html



