Beim SV Wehen Wiesbaden läuft in dieser Spielzeit wenig zusammen. Das Team aus der Landeshauptstadt wartet weiter auf den ersten Sieg, die Lage ist früh in der Saison ernst. Coach Daniel Scherning setzt auf den Besserungseffekt.
Zum Verzweifeln: Der SV Wehen Wiesbaden und Spieler Roberto Massimo sind Tabellenletzter.
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00:47 Min.||Mathias Merget
Das 0:1 gegen Mannheim, die bereits dritte Niederlage in der noch jungen Drittliga-Saison, war gerade erst so halb verdaut, da setzte Daniel Scherning, Trainer des SV Wehen Wiesbaden, zu einer längeren Erklärung an. Der SVWW, sein Team, steht in der 3. Liga weiter auf dem letzten Platz, zwei Punkte aus fünf Saisonspielen sind viel zu wenig für das Team aus der Landeshauptstadt. Was Scherning für folgenden Eingangs-Statement nutzte: „Mir sind drei Dinge wichtig.“
Der erste Punkt auf Schernings Liste: die eigene Leistung. „Wenn ich die bewerte, haben wir genau das gemacht, was ich sehen wollte. Wir hatten bis auf das Gegentor totale Kontrolle über das Spiel“, erklärte der SVWW-Coach. Womit der 42-Jährige nicht gänzlich Unrecht hatte. Die Hessen waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, hatten mehr Ballbesitz, erspielten sich mehr Chancen – allein: Viel kam dabei nicht herum.
„Man muss den Ball nicht reintragen“
Was auch direkt zu Punkt zwei von Schernings Liste führte: „Man hat heute gesehen, dass uns Effektivität und Konsequenz fehlen.“ Vor dem gegnerischen Kasten bleibt das Team aus der Landeshauptstadt viel zu harmlos, gerade einmal zwei Tore stehen nach den fünf Partien auf der Habenseite. Vorne drückt der Schuh gewaltig. Die Kritik des Trainers: „Man muss den Ball nicht reintragen.“
Was auch bedeutet: Die Probleme des SVWW sind ein Stück weit hausgemacht. Die ständigen Rückstände – in keinem der fünf Spiele gelang das 1:0 – werfen das Team immer wieder zurück. „Gerade will die Murmel einfach nicht rein. Wir laufen immer einem Rückstand hinterher“, so Scherning. „Zwei Punkte aus fünf Spielen sind zu wenig. Da brauchen wir nicht drumherum reden.“
Wann gibt es die SVWW-„Befreiung“?
Bleibt die Frage, wie und wann die Hessen die Rote Laterne endlich loswerden. Seit zwei Spieltagen kleben die Hessen auf dem letzten Platz fest. Schon früh in der Saison stehen Team und Trainer unter Druck, der Start ist jetzt schon klar verpatzt. Coach Scherning bringt das aber noch nicht aus der Ruhe.
Denn: „Der dritte Punkt ist: Wenn wir das weiter so auf den Platz bringen, ist es für mich nur eine Frage der Zeit, bis wir all das hinbekommen. Ich bin mir sicher, dass sich der Knoten löst. Und dann wird eine Befreiung da sein.“ Lange Zeit lassen sollte sich der SVWW für diesen dritten Punkt aber nicht mehr.
Englische Woche wartet
Schon am Mittwoch (19 Uhr) bei Fortuna Köln geht es in der Liga weiter – was aus Sicht der Hessen vielleicht auch helfen kann. „Die Englische Woche ist in unserer Situation vielleicht auch etwas Gutes“, erklärte Scherning.
Nicht lange nachdenken, nicht zu viel grübeln, es einfach besser machen – und beherzigen, was Scherning in seiner Ausführung noch anmerkte: „Man muss kein Mathematiker oder Atomphysiker sein: Im Fußball braucht man ein Tor mehr als der Gegner.“ Diesen Satz sollten die Hessen schnell beherzigen.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/wehen-wiesbaden/das-ist-zu-wenig-wehen-wiesbaden-wird-die-rote-laterne-nicht-los-v1,svww-nach-waldhof-102.html



