Am 24. Juni 1948 blockierte die Sowjetunion den Zugang zu sämtlichen Lieferungen für Teile von West-Berlin, was etwa 2 Millionen Menschen von den grundlegendsten Notwendigkeiten abschnitt. General Lucius D. Clay, der General der U.S. Army-Truppen in Europa und Militärgouverneur der amerikanischen Zone in Deutschland, rief daraufhin schnell und entschlossen die sogenannte Berliner Luftbrücke ins Leben. Diese Luftbrücke war ein ehrgeiziges Vorhaben und umfasste die Durchführung der größten Luftbrücke der Geschichte, um den Menschen in den Sektoren Berlins, die von westeuropäischen Verbündeten überwacht wurden, grundlegende Bedürfnisse zu gewährleisten. Die U.S. Air Force lieferte die ersten Lieferungen bereits zwei Tage später am 26. Juni 1948 über die einzige Start- und Landebahn auf dem Flugplatz Tempelhof. Zwischen dem 26. Juni 1948 und dem 30. September 1949 lieferte die Luftbrücke laut der U.S. Air Force Historical Support Division mehr als 2,3 Millionen Tonnen Fracht, darunter Lebensmittel, Medikamente und Kohle, um diejenigen hinter der Blockade zu unterstützen.
Es wurde sofort klar, dass mehr als eine Start- und Landebahn benötigt wurde und US-Armeeingenieure begannen sofort mit dem Bau von zwei zusätzlichen Start- und Landebahnen am Flugplatz Tempelhof. Während die Verbesserungen am Tempelhof im Gange waren, begannen Crews im August 1948 auch mit dem Bau des neuen Flughafens Tegel auf dem Gelände eines ehemaligen deutschen Artillerieübungsplatzes. Die ersten neuen Start- und Landebahnen am Flughafen Tegel waren bis Weihnachten 1948 einsatzbereit und die zweite war im nächsten Sommer in Betrieb. Major General Norman Delbridge, der bereits im Ruhestand war und zuvor als stellvertretender Kommandierender General des U.S. Army Corps of Engineers tätig war, teilte seine Erfahrungen in Berlin mit dem U.S. Army Corps of Engineers, Office of History im Jahr 1991 und gewährte einen detaillierten Einblick in die einzigartige Art und Weise, wie Armeeingenieure entscheidende Luftinfrastruktur in dem kriegsgebeutelten West-Berlin lieferten, um den Erfolg der Luftbrücke sicherzustellen.
Während Delbridge in Berlin arbeitete, kamen die Materialien für den Bau von Flughäfen hauptsächlich von Flugplätzen in Westdeutschland, vor allem vom Wiesbaden Air Base, die heute noch verwendet wird. Das U.S. Army Corps of Engineers, Europe District, mit Hauptsitz in Wiesbaden, verwaltet derzeit die Ersetzung des Flugfeldes für den Fluglotsenturm, um auch zukünftig die Unterstützung für die militärischen Operationen der USA sicherzustellen. Darüber hinaus leitet der Europe District hunderte von Projekten in Europa sowie in Israel und Afrika zur Unterstützung der regionalen Sicherheit. Die U.S. Army Corps of Engineers hat eine lange Geschichte und Tradition, wenn es darum geht, Lösungen in Europa bereitzustellen, angefangen von den Stränden der Normandie über die Berliner Luftbrücke bis hin zur aktuellen Lieferung von mehr als 7 Milliarden US-Dollar für Design- und Bauprogramme in ganz Europa.


