Eintracht Frankfurt startet mit einem Dämpfer in die neue Saison. Die Hessen spielten trotz langer Führung nur Unentschieden bei Union Berlin.
Eintracht Frankfurt hat im Auftaktspiel in die neue Bundesligasaison bei Union Berlin 3:3-Unentschieden gespielt. Die Tore für die Hessen erzielte Younes Ebnoutalib (10./11./67.), für Union trafen Emmanuel Latte Lath (3.), Leopold Querfeld (79.) und Tim Skarke (90.+2)
Trainer Adi Hütter überraschte bei seiner Bundesliga-Rückkehr mit U21-Talent Jeremiaha Maluze in der Innenverteidigung, der für Neuzugang Otavio starten durfte. Im Tor stand erwartungsgemäß Noah Atubolu, der erst am Freitag vom SC Freiburg gekommen war.
Union trifft früh
Seinen Start beim neuen Klub hatte sich Atubolu sicherlich anders vorgestellt, denn schon nach drei Minuten musste er das erste Mal hinter sich greifen. Eine Ecke von Josip Juranovic köpfte Latte Lath unhaltbar ins rechte Kreuzeck, auch weil Neuzugang Raphael Onyedika nur Geleitschutz lieferte. Atubolu war machtlos, die Eintracht lag hinten.
Sonderlich viel Gelegenheit, sich auszuzeichnen, bekam Atubolu in der Folge nicht. Was daran lag, dass die Eintracht das Spiel in die Hand nahm. Die Hessen machten im ersten Abschnitt einen guten Eindruck. Das Pressing klappte, die Mannschaft suchte konsequent die Tiefe, insgesamt merkte man eine andere Intensität als in der schleppenden letzten Saison.
Und die Eintracht belohnte sich. Nach einer Ecke landete der zweite Ball im Fünfmeterraum von Union, Ebnoutalib schaltete am schnellsten und staubte aus kurzer Distanz ab (10.). Der Jubel im Gästeblock war noch nicht verstummt, da drehte Ebnoutalib erneut erfolgreich ab: Den Rückpass vom Anstoß ließ Union-Verteidiger Leopold Querfeld zu weit klatschen, Ebnoutalib ging dazwischen, war plötzlich blank vor dem Tor und sagte Danke (11.). Spiel gedreht in handgestoppten 51 Sekunden.
Glück für Aebischer, Ebnoutalib zum dritten
Von Union kam in der Folge wenig, die Eintracht erarbeitete sich weitere Chancen, etwa durch den emsigen Uzun, der eine Flanke aus kurzer Distanz übers Tor schoss (19.), oder den ebenfalls auffälligen Ayoube Amaimouni, der von rechts in die Mitte zog und aus 20 Meter abzog (35.). Union hätte sich über eine höheren Pausen-Rückstand nicht beschweren können. Und auch über eine rote Karte nicht, als der bereits verwarnte Michael Aebischer gegen Atubolu kompromisslos durchzog und den Keeper am Kopf erwischte. Ein Platzverweis wäre fällig gewesen.
Union wurde in der zweiten Halbzeit aktiver, die Eintracht wirkte aber nach wir vor wie die reifere Mannschaft. Die Viererkette, in der neben Kapitän Robin Koch drei Spieler praktisch ohne Bundesligaerfahrung verteidigten, stand sicher. Onyedika und Chaibi hatten das Mittelfeld fest in ihrer Hand. Als Ebnoutalib in der 67. Minute nach einem Abpraller sehenswert zum 3:1 traf, schien der Käse gegessen.
Eintracht hält nicht Stand
So einfach wollte sich Union jedoch nicht geschlagen geben, die Berliner drückten fortan mächtig. Chancen von Livan Burcu (70.), Jeong Woo-yeong (74.) und Juranovic (78.) konnte Atubolu noch sehenswert parieren. In der 79. Minute war er aber machtlos, als Querfeld bei einer Ecke nicht gestört wurde und ins lange Eck einköpfte.
Plötzlich wackelte der Sieg wieder. Die Eintracht ließ sich immer weiter hinten reindrücken und sorgte kaum noch für Entlastung. Und so kam es, wie es kommen musste: Praktisch mit dem letzten Angriff traf Skarke aus kurzer Distanz zum 3:3-Endstand. Ein ärgerliches Remis für die Hessen, die über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft waren, sich dann aber den Schneid abkaufen ließen.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-gibt-sieg-aus-der-hand-bitteres-unentschieden-bei-ebnoutalib-gala-v1,eintracht-union-168.html


